Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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24.02.2020

Senegal: Gute Gründe zu investieren

Die Strategie der „Zwei Kreisläufe“ betrachtet die Wirtschaft als einen inneren und einen äußeren Kreislauf.

Trotz guter Konjunkturaussichten, politischer Stabilität und der Hauptstadt Dakar als Drehscheibe für die Region war die Präsenz deutscher Unternehmen in Senegal bisher gering. Dabei zählt das Land seit 2014 zu den dynamischsten Märkten Afrikas mit einem hohen Wirtschaftswachstum.

Im Vergleich zu seinen Nachbarn weist der Senegal zahlreiche Vorteile auf. Von hier aus können westafrikanische Binnenmärkte wie Mali, Burkina Faso und Niger bedient werden. Die Hubfunktion Dakars wird noch verstärkt durch die Verwendung des an den Euro gekoppelten CFA-Franc, der auch in den meisten anderen frankofonen Staaten Afrikas verwendet wird. Intraregionaler Handel ist damit deutlich einfacher.

Deutsche Lieferanten haben auf privater Seite unterschiedliche Abnehmer, zum Beispiel in der Konsumgüterindustrie, der Landwirtschaft und dem Agro-Processing. Die steigende Nachfrage im Goldbergbau sorgt für einen zunehmenden Bedarf an technischen Ausrüstungen, Maschinen und Chemikalien. Ein wichtiger Bereich ist der Bausektor, der von einer Vielzahl an Infrastrukturprojekten sowie hoher Dynamik im Häuserbau von Dakar profitiert. Deutsche Unternehmen liefern Baumaschinen, Werkzeuge, Armaturen und Baustoffe zu. Dazu kommen bei anspruchsvollen Projekten die Erstellung von Machbarkeitsstudien und die Bauaufsicht.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 17 vom 24. Januar 2020

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