Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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01.11.2020

Afrika: Kontinent profitiert zunehmend von Geschäften mit Asien

Laut einer Studie hat das wirtschaftliche Engagement asiatischer Länder in Afrika keine negativen Auswirkungen auf die afrikanischen Exporte in die restliche Welt.

Aus einem neuen Arbeitspapier der Kiel Institute China Initiative geht hervor, dass das wirtschaftliche Engagement asiatischer Länder in Afrika keine negativen Auswirkungen auf die afrikanischen Exporte in die restliche Welt hat. Es unterstützt diese sogar. Dafür wurden die Handelsdaten von 46 afrikanischen Ländern südlich der Sahara im Zeitraum 2000 bis 2015 ausgewertet. Die Studie zeigt außerdem, dass China zwar nach wie vor wichtigster Handelspartner für den gesamten afrikanischen Kontinent ist, auf Länderebene aber zunehmend Konkurrenz bekommt. So gingen 2015 etwa doppelt so viele afrikanische Exporte wie noch 2005 nach Indien. Das Land ist mittlerweile Haupthandelspartner für Ghana, Nigeria und Tansania.

Die Ergebnisse der Studie unterstützen nicht das Bild, dass China Afrika einseitig ausbeutet. Vielmehr profitiert auch Afrika vom Handel mit Asien. Insgesamt erhöht sich die Attraktivität afrikanischer Exporte und ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere ärmere Länder in Küstennähe südlich der Sahara, wie Nigeria, Tansania oder Äthiopien, haben vom Handel mit Asien profitiert und sich in der globalen Wertschöpfungskette nach oben gearbeitet. Die stärkere Integration in die globalen Wertschöpfungsketten führt jedoch nicht dazu, dass auch der Anteil an höherwertigen Tätigkeiten zunimmt. Somit profitiert die breite Bevölkerung nicht unbedingt von der Entwicklung.

Quelle: www.ifw-kiel.de, Pressemitteilung vom 2. September 2020

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