Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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28.10.2021

Vereinigtes Königreich: Einreisebestimmungen werden liberalisiert

Seit dem 6. Oktober gibt es Ausnahmeregelungen für kurze Geschäftsreisen mit verkaufsnahen Dienstleistungen.
Passkontrolle und britische Grenze am Flughafen Heathrow London England

Seit dem 1. Oktober ist die Einreise ins Vereinigte Königreich nur noch mit Reisepass möglich. Ausnahmen gibt es noch für Passinhaber, die eine Grenzgänger-Erlaubnis (Frontier Worker Permit) besitzen oder im Vereinigten Königreich wohnhaft sind. Diese können noch bis Ende 2025 auch mit einem Personalausweis einreisen.

Die Regeln über kurze Geschäftsreisen mit verkaufsnahen Dienstleistungen von EU-Staatsangehörigen ins Vereinigte Königreich wurden hingegen liberalisiert den Vorgaben des Handels- und Partnerschaftsabkommens angepasst. Seit Januar 2021 wird für die Erbringung solcher Dienstleistungen im Regelfall ein Visum benötigt.

Davon ausgenommen sind die so genannten verkaufsnahen Dienstleistungen im Rahmen einer kurzen Geschäftsreise. Hier war die visumsfreie Einreise bisher nur Mitarbeitern des Herstellers oder Lieferanten der zu installierenden/reparierenden Sache möglich. Seit dem 6. Oktober gilt diese Ausnahmeregelung auch für Mitarbeiter ausländischer Gesellschaften, die Teil einer vertraglichen Vereinbarung über Kundendienstleistungen sind, insbesondere in Form eines Garantie- oder sonstigen Dienstleistungsvertrages. Von der Regelung erfasste Gegenstände sind „equipment, computer software or hardware“ und „machinery“.  Die Service-Vereinbarung muss unbedingt im Zeitpunkt des Verkaufs oder der Vermietung getroffen worden sein. Eine nachträgliche Vereinbarung fällt nicht in den Anwendungsbereich dieser Regelung.

Quellen: www.gtai.de, Pressemitteilung vom 30. September 2021;
                  www.handwerk-international.de

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