Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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03.05.2020

KMU fordern Nachbesserungen am EU-Aktionsplan Kreislaufwirtschaf

Der neue Aktionsplan der EU-Kommission für die Kreislaufwirtschaft soll den gesamten Lebenszyklus von Produkten regeln sowie Verbraucher- und Umweltschutzrechte stärken.

Der neue Aktionsplan der EU-Kommission für die Kreislaufwirtschaft soll den gesamten Lebenszyklus von Produkten regeln sowie Verbraucher- und Umweltschutzrechte stärken. Der Plan gilt als einer der wichtigsten Bausteine des europäischen Green Deals.

Das Handwerk sieht sich beim Entkoppeln des Wirtschaftswachstums vom Ressourceneinsatz, bei der Schließung von Materialkreisläufen und bei der Reduzierung von Abfallströmen in einer gesellschaftlichen Schlüsselrolle und bewertet das zweite Kreislaufwirtschaftspaket positiv aufgrund der mit seiner Umsetzung verbundenen  wertvollen Möglichkeiten und ökonomischen Chancen. Aus Sicht des ZDH sind die wirtschaftlichen Vorteile und Potenziale einer europäischen Kreislaufwirtschaft allerdings nicht zufriedenstellend adressiert und Nachbesserungen nötig.  Diese Forderung  kommt auch  vom DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), der die angekündigten Maßnahmen für viele kleine und mittlere Unternehmen für zu umfangreich hält. Die Betriebe befürchten, dass die Maßnahmen deutlich mehr Dokumentationspflichten und Behördenkontakte nach sich ziehen. Neue Vorgaben müssen für die Unternehmen auch umsetzbar sein. Denn bei einem neuen Rechtsrahmen für nachhaltige Produkte und Batterien, einem Anspruch auf Reparatur oder neuen Ökodesign-Regeln kommt es für die Betriebe maßgeblich auf eine Umsetzung „mit Augenmaß“ an.

Auch der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) warnt vor „kleinteiliger Regulierung“. Er appelliert an die EU, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und ihren Fokus auf die Ausgestaltung eines Sekundärrohstoffmarktes zu legen.

Aus Sicht des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) fehlt es an einer klaren Regelung beim Einsatz von wiederverwert-barem Kunststoff in Elektroprodukten in Europa. Der Verband fordert, hierzu dringend EU-Standards zu schaffen.

Quellen: Nachrichten für Außenhandel Nr. 52 vom 13. März 2020;
                 www.zdh.de

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