Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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07.01.2021

Durchbruch bei Verhandlungen über Cotonou-Folgeabkommen

Die EU und die Organisation der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten haben sich über ein Cotonou-Folgeabkommen geeinigt.

Die Chefunterhändler der EU und der Organisation der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten haben Anfang Dezember eine politische Einigung über ein neues Partnerschaftsabkommen erzielt, das an die Stelle des Cotonou-Abkommens treten wird. Das Abkommen muss von den Vertragsparteien noch gebilligt, unterzeichnet und ratifiziert werden. Sobald es in Kraft getreten ist, wird es als neuer Rechtsrahmen für die Zusammenarbeit zwischen der EU und den 79 Mitgliedern der Organisation der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (OAKPS) dienen. Gemeinsam verfügen sie über mehr als die Hälfte der Sitze bei den Vereinten Nationen, ihre Bevölkerung beträgt insgesamt 1,5 Milliarden Menschen.

Das neue Partnerschaftsabkommen besteht aus einem Grundlagenteil, in dem die Werte und Grundsätze der EU und der OAKPS-Staaten dargelegt und folgende Schwerpunktbereiche ausgewiesen werden, in denen beide Seiten zusammenarbeiten wollen:
•    Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung,
•    Frieden und Sicherheit,
•    menschliche und soziale Entwicklung,
•    ökologische Nachhaltigkeit und Klimawandel,
•    inklusives nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Entwicklung sowie
•    Migration und Mobilität.

Ergänzt wird der Grundlagenteil durch drei spezifische handlungsorientierte Regionalprotokolle (Afrika, Karibik, Pazifik), die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Region zugeschnitten sind.

Quelle: www.ec.europa.eu, Pressemitteilung vom 4. Dezember 2020

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