Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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26.08.2020

Das Vereinigte Königreich bereitet die Grenzen vor

Londons Regierung stellt über 700 Mio. Pfund bereit, um mit zusätzlichem Personal die Sicherheit der Grenzen zu garantieren sowie Zollkontrollen abzuwickeln.

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 bleibt das Land in der Übergangsphase bis Jahresende noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Neue Zölle für EU-Einfuhren will das Vereinigte Königreich erst ab Juli 2021 erheben. Das britische Außenhandelsministerium hat sich besorgt geäußert, die Infrastruktur an der britischen Grenze könne auch bis zu diesem Termin nicht rechtzeitig auf die neuen Anforderungen vorbereitet werden. Es brauche Sicherheiten, dass ab Juli 2021 vollständige Kontrollen vorgenommen werden können.

Dafür sollen mehr als 700 Mio. Pfund bereitgestellt werden. Mit dem Geld sollen neue Grenzposten und IT-Systeme finanziert sowie 500 neue Grenzbeamte angestellt werden, wie die Regierung in London mitteilte. Das zusätzliche Personal solle die Sicherheit der Grenze garantieren, aber auch Zollkontrollen abwickeln.

Diese Pläne betreffen nur die Grenze zum europäischen Festland. Für die Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitgliedstaat Irland sollen in den kommenden Wochen Pläne vorgestellt werden.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 133 vom 14. Juli 2020

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