Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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07.09.2021

Corona-Wiederaufbaufonds an den Start gegangen

Mit "NextGenerationEU" will die EU die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie überwinden.

Der Wiederaufbaufonds NextGenerationEU ist an den Start gegangen. Auf Initiative der Europäischen Kommission stellt die EU insgesamt 750 Mrd. Euro bereit, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie zu überwinden. Kern ist der Corona-Aufbaufonds (Recovery and Resilience Facility - RRF) mit 672,5 Mrd. Euro. Von diesen Mitteln werden 312 Mrd. Euro an die Mitgliedstaaten als Zuschüsse vergeben, weitere 360 Mrd. Euro stehen als zinsgünstige Darlehen bereit.

37 Prozent der Aufbauhilfen sind für Investitionen in den Klimaschutz festgeschrieben, um die Ziele des Europäischen Grünen Deal umzusetzen, der Europa bis 2050 klimaneutral machen soll. 20 Prozent fließen als Zukunftsinvestitionen in die Digitalisierung.  Die Investitionen in Deutschland erreichen bei den Klimaschutzvorhaben eine Quote von 42 Prozent, bei den digitalen Projekten 52 Prozent. Insgesamt erhält Deutschland aus diesem EU-Fonds Zuschüsse in Höhe von rund 25,6 Mrd. Euro. Hinzu kommen rund 2,3 Mrd. Euro aus dem Fonds für einen gerechten Klimaübergang (Just transition Fund - JtF), mit dem der wirtschaftliche Wandel in Kohleregionen wie der Lausitz oder dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier um Halle vorangetrieben wird. Die EU-Mittel fließen in den deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP), der unter anderem Investitionen in folgenden Bereichen vorsieht: Klimapolitik und Energiewende, Aufbau eines resilienten Gesundheitssystems, Digitalisierung der Bildung sowie Stärkung der sozialen Teilhabe.

Quellen: EU-Nachrichten Nr. 11 vom 24. Juni 2021