Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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Deutschen Handwerks
20.03.2021

Nach Corona – Wie sehen Messeformate der Zukunft aus?

Digitale Formate können in der Zukunft physische Messeveranstaltungen ergänzen und auf die nächste Stufe heben.
Filmaufnahmen für Veranstaltungen, Kongresse oder Ausstellungen

Das Corona-Krisenjahr 2020 und der Beginn dieses Jahres stehen ganz im Zeichen abgesagter Messen und Veranstaltungen. Auch die Internationale Handwerksmesse findet zum zweiten Mal in Folge nicht statt. Die Absage oder Verschiebung von Messen führt nach Untersuchungen des Branchenverbands FA-MAB zu einem Schaden in Höhe von 870 Millionen Euro allein für deutsche Messebauer. Wie können Messen und Messerformate der Zukunft aussehen?

Die Messe als Wirtschaftsförderungsinstrument wird die Corona-Pandemie zweifellos überleben, auch wenn es in naher Zukunft keine Rückkehr zu gewohnten Verhältnissen geben wird. Messen sind die Voraussetzung für den gelungenen Neubeginn der Wirtschaft. Dabei beschleunigt die Pandemie die Entwicklung zur nächsten Messe-Generation exponentiell und verstärkt den Trend zu "digitalen Ergänzungen" von Präsenz-Messen.

Messen und ihre jeweiligen Formate hängen in Zukunft sehr stark von der Branche und den entsprechenden Produkten ab. Handwerksmessen bieten traditionell Plattformen für Erzeugnisse, die von Meistern ihres Faches produziert werden: Backerzeugnisse, Brillenfassungen, Bodenbeläge, Schmuck, Möbel, Sanitäreinrichtungen oder Delikatessen. Das sind Produkte zum Anfassen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Die persönliche Begegnung und das haptische Erfahren werden daher nicht durch digitale Kanäle zu ersetzen sein. Gerade Handwerksmessen zeichnen sich durch treue Fachbesucher aus. Für nachhaltige Geschäftsbeziehungen ist der persönliche Austausch innerhalb der Branchen wesentlich. Das Herzstück der Messen bleibt also das Liveerlebnis, jedoch begleitet durch digitale Erweiterungen.

So können digitale Formate genutzt werden, um physische Veranstaltungen zu ergänzen und auf die nächste Stufe zu heben. Komplementäre Formate, digital und/oder hybrid, bringen zusätzliche Mehrwerte auf die Messen - vor, während und nach den Veranstaltungen. Die Digitalisierung erweitert das Spielfeld deutlich: Internationale Reichweite jenseits der Messezeiten und über den Standort hinaus, digitale Aufmerksamkeit innerhalb der Branchen und Communities, Kundenpflege und Neukontakte im Netz sind die Benchmarks, denen sich die Veranstaltungen in Zukunft stellen müssen.

Quelle: www.deutsche-handwerks-zeitung.de, Pressemitteilung
              vom 26. Januar 2021

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