Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Zentralverband des
Deutschen Handwerks
28.10.2020

Zunehmende Exportförderung verzerrt den Maschinenbau-Wettbewerb

Deutschlands Maschinenbauer beklagen eine Wettbewerbsverzerrung durch die zunehmende Exportförderung von ausländischen Konkurrenten in deren Heimatländern.

Laut einer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) veröffentlichten Studie beklagen Deutschlands Maschinenbauer eine Wettbewerbsverzerrung durch die zunehmende Exportförderung von ausländischen Konkurrenten in deren Heimatländern. Das gilt insbesondere für viele G20-Länder, die zu den wichtigsten Exportmärkten deutscher Hersteller zählen: China, USA, Russland und andere EU-Staaten. Im Ergebnis wird der Wettbewerb durch die Exportförderung zulasten des Maschinenbaus verzerrt.

Die von der Universität St. Gallen erstellte Studie zeigt auch, dass technische Regulierungen in Märkten wie Brasilien, China und den USA den Marktzugang erschweren und die Kosten für ausländische Lieferanten in die Höhe treiben. Zudem wurden hohe Einfuhrzölle von über 8 Prozent im Maschinenbau in Brasilien, China und Indien festgestellt. Aber auch Deutschland und die EU hemmen mit technischen Regulierungen und ihrer Exportförderung die ausländischen Maschinenlieferanten.

Der Studie zufolge gibt es Handelshemmnisse aller Art vor allem mit Ländern, mit denen die EU keine Freihandelsabkommen abgeschlossen hat. Für den stark mittelständisch strukturierten sowie gleichzeitig exportorientierten Maschinenbau in Deutschland sind offene Absatzmärkte jedoch existenznotwendig. Der VDMA benennt daher EU-Freihandelsabkommen mit den wichtigen Handelspartnern als Mittel der Wahl. Er empfiehlt zudem, dass die EU-Kommission handelspolitische Maßnahmen grundsätzlich stärker überwacht.

Quellen: www.finance.de, Pressemitteilung vom 11. August 2020;
                Nachrichten für Außenhandel Nr. 154 vom 12. August 2020

Schlagworte