Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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06.01.2021

Wettbewerbsrückstand der Maschinen-& Anlagenbauer

Vom weltweiten Umbruch im Maschinen- und Anlagenbau werden Unternehmen profitieren, die mit schlanken Strukturen und einer klaren Strategie aus der Rezession kommen und angreifen.

Trotz einer über weite Strecken robusten globalen Konjunktur liegt hinter dem Maschinen- und Anlagenbau in der DACH-Region (D, A, CH) ein verlorenes Jahrzehnt, was die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit angeht. Schwaches Wachstum und geringe Margen sowie eine signifikant gestiegene Verschuldungsquote verringern den Spielraum, den Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der aktuellen kritischen Situation für Investitionen in die Zukunft sowie für Innovationen haben. US- und insbesondere chinesische Unternehmen konnten hingegen ihre Umsätze und ihre Profitabilität im gleichen Zeitraum deutlich steigern.

Der Maschinen- und Anlagenbau befindet sich weltweit in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Karten im Wettbewerb werden neu gemischt. Davon werden insbesondere diejenigen Unternehmen profitieren, die mit schlanken Strukturen und einer klaren Strategie aus der Rezession kommen und angreifen. Die Unternehmensberatung Bain & Company empfiehlt den Maschinen- und Anlagenbauern eine Strategie mit fünf Fokusthemen:
1.    Investitionen in Produkte und Innovationen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nach der Corona-Pandemie steigern.
2.    Digitale Geschäftsmodelle zügig ausrollen und Servicegeschäft ausbauen.
3.    Vertrieb stärken, um in strategischen Marktsegmenten schwächelnden Wettbewerbern Marktanteile abzunehmen.
4.    Lieferketten ausbauen, die widerstandsfähig und nachhaltig sind, um die Folgen von Handelsbarrieren zu begrenzen und Risiken abzufedern.
5.    M&A vorantreiben und aktiv die Neuordnung der globalen Wettbewerbslandschaft mitgestalten.

Quelle: Märkte der Welt Nr. 48 vom 3. Dezember 2020

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