Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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Deutschen Handwerks
30.06.2021

Exporteinbußen von 40 % durch US-Strafzölle

Verlierer der seit 2019 verhängten US-Strafzölle sind sowohl Unternehmen in der EU als auch in den USA.

Deutschland spürt die Auswirkungen der US-Strafzölle immer stärker. Die seit 2019 geltenden US-Strafzölle wegen Airbus-Subventionen haben in den betroffenen Branchen außerhalb der Flugzeugindustrie zu einem Exporteinbruch um 40 % geführt. Aus einer Studie der Stiftung Familienunternehmen geht hervor, dass auch europäische Familienunternehmen betroffen sind: Besonders Hersteller alkoholischer Getränke, Süßwarenhersteller und der Werkzeugbau sind in Mitleidenschaft gezogen.

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass beide Seiten durch die Strafzölle verlieren. Auch die von der EU verhängten Gegenzölle gegen die USA wirken sich negativ auf europäische Familienunternehmen aus, da sie die Vorprodukte aus den USA verteuern. Seit 2017 schotten sich die USA und die EU immer stärker ab. Dabei greifen die USA häufiger zu protektionistischen Maßnahmen als Deutschland: Sie verhängten insgesamt 1.054 Maßnahmen, die den Handel mit Deutschland erschweren. Aus deutscher Perspektive traten gegen die USA 478 protektionistische Maßnahmen in Kraft.

Quellen: Nachrichten für Außenhandel Nr. 69 vom 13. April 2021;
                  www.sueddeutsche.de, Pressemitteilung vom 11. April 2021

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