Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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23.02.2020

EU-Firmen finden keinen Zugang zu Projekten der Seidenstraße

Laut einer Studie bleiben europäische Unternehmen bei den milliardenschweren Aufträgen für neue Transportwege zwischen Asien und Europa außen vor.

Europäische Unternehmen bleiben bei den milliardenschweren Aufträgen für neue Transportwege zwischen Asien und Europa außen vor. Das geht aus einer Studie hervor, die die Europäische Handelskammer in Peking vorgelegt hat. Die Studie bemängelt, dass bei der Vergabe von Aufträgen große Intransparenz herrscht und Chinas Staatsfirmen gegenüber ausländischen Konkurrenten bevorzugt werden.

Von 132 befragten europäischen Unternehmen gaben lediglich zwei an, über reguläre Ausschreibungen von Projekten erfahren zu haben. Interessierte Unter-nehmen sind daher auf Regierungskontakte oder chinesische Partnerfirmen angewiesen. Laut der Europäischen Handelskammer mangelt es den EU-Firmen nicht an Fähigkeiten, sondern daran, dass die Projekte nicht offen sind und europäische Firmen keinen Zugang finden.

Die Seidenstraße führt zu neuen Herausforderungen, da vom chinesischen Staat unterstützte Firmen im Zuge der Initiative nicht mehr nur in China, sondern rund um die Welt zu Konkurrenten werden können. Bei dem gigantischen chinesischen Seidenstraßen-Vorhaben geht es um den Bau von Häfen, Straßen, Schienenstrecken und anderen Infrastrukturprojekten für neue Handelswege zwischen China und anderen Teilen der Welt.

Die Kammer hat die EU zu Überlegungen aufgefordert, wie sie diesen „Verzerrungen“ begegnen kann. Arme Länder könnten in eine Schuldenfalle und in politische Abhängigkeit von Peking geraten.

Quellen:  ww.n-tv.de,  Pressemitteilung vom 16. Januar 2020;
                 www.spiegel.de, Pressemitteilung vom 16. Januar 2020 

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