Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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26.08.2020

Deutschland: 5-Punkte-Plan zur Entlastung der Exportwirtschaft

Mit einem im Juli beschlossenen Fünf-Punkte-Paket will die Bundesregierung die Finanzierung von Exportgeschäften erleichtern, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Angesichts des schwierigen Marktumfelds infolge der Corona-Pandemie will die Bundesregierung die Finanzierung von Exportgeschäften erleichtern. Mit einem im Juli beschlossenen Fünf-Punkte-Paket soll deutschen Exporteuren der Rücken gestärkt werden.

In dieser Situation kommt den bewährten staatlichen Exportkreditgarantien (Hermes-Bürgschaften) eine besonders hohe Bedeutung zu. Sie sichern Auslandsgeschäfte gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab, beispielsweise auch bei Zahlungsschwierigkeiten ausländischer Kunden. Die Bundesregierung hat deshalb ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen, das die Finanzierung von Exportgeschäften erleichtert. Exporteure und exportfinanzierende Banken erhalten in folgenden Punkten Unterstützung:

•    Kurzfristige Kreditdeckungen, auf die nur 5 % Anzahlung fällig werden und bei denen eine Rückzahlung erst zum Ende der Laufzeit bis 30. Juni 2021 möglich ist
•    Einführung einer Shopping Line-Deckung: vereinfachte Absicherung verschiedener Exportfinanzierungen bei großen ausländischen Bestellern
•    Erleichterungen bei den Entgelten für Hermes-Bürgschaften
•    Verbesserte Refinanzierungsmöglichkeiten für exportfinanzierende Banken
•    Weitere technische Verbesserungen: Gültigkeit der Auszahlungsvoraussetzungen für Finanzkreditdeckungen auch bei Bestandsgeschäften; Wahlrecht auf Einmalentschädigung für Non-performing Loans

Die Maßnahmen des Fünf-Punkte-Plans im Einzelnen sind auf der Webseite des BMWi abrufbar.

Quellen: www.bmwi.de, Pressemitteilung vom 7. Juli 2020;
                Nachrichten für Außenhandel Nr. 129 vom 8. Juli 2020

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