20.07.2017

Video: ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zur Energiewende

Die Energiewende wird nur mit dem Handwerk gelingen: Tagtäglich arbeiten rund  1,5 Mio. Mitarbeiter in rund 450.000 Handwerksbetrieben und 30 Gewerken vor allem an Maßnahmen, die Energieeffizienz zu steigern.

Zum Nulltarif gibt es die Energiewende sicher nicht. Aber es muss Schluss damit sein, dass ihre Kosten vor allem auf die Stromrechnungen des Mittelstandes und der Privathaushalte abgewälzt werden. Unsere Betriebe erwarten, dass diese Kosten gerecht, fair und für alle bezahlbar verteilt werden. Das heißt: Keine Wettbewerbsverzerrungen, offener Marktzugang, eine Vielfalt an Anbietern und sinkende Kosten.

Den dicksten Brocken verursacht heute die Förderung der Erneuerbaren Energien. Eine faire und für mittelständische Betriebe und Privatkunden gleichsam bezahlbare Verteilung dieser Kosten wird man nach unserer Auffassung nur erreichen können, wenn das steuerfinanziert über den Bundeshaushalt erfolgt.

Das ist nur eine der Positionen, die das ZDH-Präsidium in einem Grundsatzpapier zur künftigen Energiepolitik jetzt beschlossen hat.

Der Netzausbau muss schneller erfolgen und seine Finanzierung gerechter gestaltet werden. Es kann beispielsweise nicht sein, dass regional anfallende Mehrkosten der Erdverkabelung bundesweit über steigende Netzentgelte auf die Betriebe und Privathaushalte umgelegt werden.

Königsweg beim Klimaschutz bleibt es, die Energieeffizienz zu erhöhen. Das kann vor allem gelingen, wenn mehr Gebäude saniert werden. Eine steuerliche Sanierungsförderung ist unverzichtbar. Und unsere handwerklichen Energieberater müssen ihre Beratungskompetenz ohne Einschränkungen einbringen und dann auch Sanierungsaufträge übernehmen können.