Zentralverband des
Deutschen Handwerks
18.08.2021

Wiederaufbaufonds ist wichtiges Hoffnungssignal

"Der geplante Aufbaufonds trägt der Tatsache Rechnung, dass es angesichts der Schadensdimension eine über die Soforthilfen hinausgehende Unterstützung in den betroffenen Regionen unabdingbar braucht."
    Hochwasser in einer Innenstadt.

    Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer erklärt zu dem am 18. August 2021 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zum Wiederaufbaufonds „Aufbauhilfe 2021“:

    Mit seinem Beschluss des Gesetzentwurfes für den geplanten Wiederaufbaufonds „Aufbauhilfe 2021“ gibt das Bundeskabinett ein wichtiges Hoffnungssignal an die vom Juli-Hochwasser betroffenen Menschen und Betriebe. Der geplante Aufbaufonds trägt der Tatsache Rechnung, dass es angesichts der Schadensdimension eine über die Soforthilfen hinausgehende Unterstützung in den betroffenen Regionen unabdingbar braucht. So richtig und wichtig die Soforthilfen waren, so werden sie nicht reichen, um damit den Wiederaufbau zu stemmen. Dass sich der Bund sowohl an den Soforthilfen der Länder sowie an dem geplanten nationalen Wiederaufbaufonds „Aufbauhilfe 2021“ jeweils zur Hälfte beteiligen wird, ist gut und angesichts dieser Katastrophe richtig. Hilfreich wird auch die vorgesehene Aussetzung der Insolvenzpflicht sein.
     
    In den Katastrophengebieten geht es darum, schnellstmöglich die Grundversorgung sicherzustellen und mit dem Wiederaufbau zu starten. Dass der Bundestag in einer Sondersitzung bereits am 25. August über das Gesetzesvorhaben zum Wiederaufbaufonds befinden wird, entspricht den zeitlichen Erfordernissen: Die Hilfen müssen so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden und zeitnah und ohne bürokratische Fallstricke dorthin fließen, wo sie vielfach existenziell benötigt werden. Zahlreiche handwerkliche Betriebe sind auf solche Hilfen angewiesen, um den Betrieb wieder in Gang setzen zu können und so Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern. Neben diesen unmittelbaren Hilfen müssen aber auch die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen beschleunigt und gegebenenfalls in vereinfachten Verfahren angegangen werden. Denn die von der Hochwasserkatastrophe massiv betroffenen Regionen werden nur mit einem leistungsstarken Handwerk weiter eine Zukunftsperspektive haben.
     
    Auch das Handwerk selbst zeigt große Solidarität und hilft weiter und umfänglich vor Ort in den betroffenen Regionen. Beispielhaft hierfür ist die Initiative „baut mit auf!“ der Handwerkskammer Koblenz und weiterer Partner zu nennen, über die Handwerker sich in Unterstützungen für betroffene Kollegenbetriebe einbringen können – und das auch sehr zahlreich tun.“

    Eine Übersicht über Hilfs-Netzwerke und Unterstützungsmöglichkeiten im Handwerk finden Sie unter: www.zdh.de/hochwasser

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