Zentralverband des
Deutschen Handwerks
22.07.2021

Handwerk in den Innenstädten stabilisieren

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer äußert sich über das gemeinsame Anliegen von BMI und Handwerk, Innenstadtbereiche krisenfester aufzustellen.
 Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer vor dem Haus des Deutschen Handwerks in Berlin

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks

Um die Rahmenbedingungen für Ladenhandwerke in Innenstädten zu verbessern und Handwerksbranchen verstärkt in inneren Stadtbereichen anzusiedeln, hat sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in die neue Innenstadtstrategie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eingebracht. Diese Strategie stellt Staatssekretärin Anne Katrin Bohle im Rahmen der Ausstellungseröffnung „50 Jahre Städtebauförderung“ in Kaiserslautern vor, gemeinsam mit Vertretern des Einzelhandels, des Handwerks, der Immobilienwirtschaft und der Kommunalverbände am 22. Juli 2021. Dazu erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer:
 
„Die Pandemie hat gezeigt: Nutzungsgemischte Städte mit vielfältigen Angeboten und innovativen Unternehmen vor Ort kommen besser durch die Krise. Für Handwerks- und Gewerbebetriebe in Innenstadtlagen wurde es in den letzten Jahren allerdings immer schwieriger, sich dort zu behaupten. Sie müssen zunehmend auf Randlagen ausweichen. Die Innenstadtstrategie des BMI will diesen Trend zurecht umkehren. Hier finden sich Empfehlungen, wie etwa bestehende Leerstandsflächen umgenutzt und dort wieder verstärkt Handwerks- und weitere Gewerbebetriebe sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen angesiedelt werden können.
 
Kommunen, Länder und Bund sind aufgefordert, die Innenstädte und Ortsteilzentren als attraktive und vielfältige Orte für Lebensqualität, Bildung, Handwerk, Handel sowie weitere Gewerbebereiche zu stärken. Innenstädte mit Handwerkbetrieben, die die Energiewende und den Klimaschutz umsetzen, Dienste für moderne Mobilität und smarte Gebäudetechnik bieten, Reparaturen und persönliche Dienstleistungen durchführen, Baukultur erhalten oder hochwertige regionale Lebensmittel und Produkte herstellen, sind nachhaltig, attraktiv und zukunftsfähig. Hier bietet der aktuell abnehmende Flächenbedarf des Einzelhandels Chancen, um mit Blick auf mehr Vielfalt und Krisenfestigkeit in den inneren Stadtbereichen neue Ideen umzusetzen.
 
Gemeinsam sollten alle Akteure daran mitwirken, eine Stadt der kurzen Wege mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität zu schaffen. Das Handwerk vor Ort steht bereit, um sich mit entsprechenden Ideen und Initiativen einzubringen!“

Zum Herunterladen

  • Innenstadtstrategie_Beirat_Innenstadt_BMI

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