Zentralverband des
Deutschen Handwerks
26.02.2021

Berufliche Ausbildung bleibt trotz Corona attraktiv

Zum Video-Gespräch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Auszubildenden zu deren Erfahrungen in der Pandemie und den Folgen für ihre beruflichen Perspektiven erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer:
    Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer vor dem Haus des Deutschen Handwerks in Berlin

    „Die berufliche Ausbildung im Handwerk ist und bleibt eine hervorragende Bildungsoption für junge Menschen, daran hat Corona nichts geändert. Die Betriebe des Handwerks werden auch in der Nach-Corona-Zeit auf beruflich qualifizierte Fachkräfte setzen und jungen Menschen eine gute Perspektive geben.

    Das Handwerk und seine Betriebe sind strukturell stark. Handwerkerinnen und Handwerkern wird in Zukunft ganz sicher die Arbeit nicht ausgehen – gerade bei den wichtigen Zukunftsthemen wie der Energiewende oder der Digitalisierung. Unsere Ausbildungsbetriebe kann ich nur darin bestärken, ungeachtet der schwierigen Umstände an der Ausbildung festzuhalten und so für die künftig gefragten beruflichen Fachkräfte zu sorgen.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender danken wir deshalb ausdrücklich, dass sie sich auch und gerade während der Corona-Pandemie weiter so engagiert für die berufliche Bildung einsetzen. Das ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für unsere Ausbildungsbetriebe und zugleich eine Botschaft an junge Menschen, dass die betriebliche Ausbildung weiter exzellente Bildungs-, Karriere- und Zukunftsperspektiven bietet. Nach der „Woche der Berufsbildung“ im Jahr 2019 und der „Gemeinsamen Erklärung“ zusammen mit den Sozialpartnern im vergangenen Jahr hat der Bundespräsident damit erneut die Bedeutung der beruflichen Bildung für die Fachkräftesicherung und damit die Zukunftsfähigkeit nicht allein der Handwerksbetriebe, sondern der Wirtschaft insgesamt unterstrichen.

    Damit die duale Ausbildung trotz der Corona-Pandemie ein attraktiver Bildungsweg für Jugendliche und Betriebe bleibt, muss das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verlängert und weiterentwickelt werden. Die im Programm enthaltene Ausbildungsprämie und der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung sollen das Engagement insbesondere der kleinen und mittleren Ausbildungsbetriebe im kommenden Ausbildungsjahr unterstützen. Wir brauchen hier zeitnah erleichterte Fördervoraussetzungen um Anerkennung für Ausbildung deutlich zu machen, um Vertrauen zu stärken und Sicherheit zu geben. Außerdem sollten Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen gefördert werden, damit die Auszubildenden in diesem Jahr trotz Schul- und Betriebsschließungen das erforderliche Kompetenzniveau erreichen.“