Zentralverband des
Deutschen Handwerks
13.01.2021

Unsere Betriebe sind auf Hilfen unbedingt angewiesen!

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sprach mit Karin Birk von der "DHZ" über die schleppende und komplizierte Auszahlung der Corona-Hilfen.
Trenkel Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer vor dem Haus des Deutschen Handwerks in Berlin

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sprach mit Karin Birk von der Deutschen Handwerks Zeitung über die schleppende und komplizierte Auszahlung der Corona-Hilfen:

„Unsere Betriebe sind auf Hilfen unbedingt angewiesen, um über die Durststrecken zu kommen. An großen Ankündigungen fehlt es ja auch nicht, doch diese Hilfen kommen bei unseren Betrieben schlicht nicht an. Es muss jetzt aber zu Auszahlungen kommen, wenn die Politik will, dass möglichst viele an sich gesunde Betriebe den Lockdown überstehen. Im März oder April nützen die Gelder vielen Betrieben nicht mehr, weil die dann längst nicht mehr liquide sind und pleite gehen. Besonders bei den kleineren Betrieben sind nicht nur die Rücklagen inzwischen aufgebraucht. Sie haben auch ihr privates Vermögen eingebracht.
 

Ankündigung reicht nicht, praxistaugliche Umsetzung ist zwingend


Die Politik selbst hat bei den betroffenen Betrieben hohe Erwartungen mit ihren Versicherungen geweckt, allen betroffenen Betrieben über diese schwere Zeit zu helfen. Ankündigung reicht nicht, sondern praxistaugliche Umsetzung ist zwingend angesagt und nötig. Viele Betriebsinhaber sind verzweifelt, weil sie nicht mehr wissen, wie sie ihre Kosten und den Betrieb am Laufen halten sollen. Und dazu kommt der Frust und das völlige Unverständnis über die Fülle und Unterschiede bei den Zugangsvoraussetzungen, Antragswegen und dann auch noch häufigen Änderungen der Konditionen. Das muss aufhören und stattdessen müssen unsere Betriebe jetzt dringend an die nötigen Informationen kommen und Hilfen einfach beantragen können und - am Wichtigsten - ihnen die Hilfen endlich sehr rasch ausgezahlt werden.“

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