Zentralverband des
Deutschen Handwerks
10.02.2021

Tausendfache Pleiten durch Öffnungsplan verhindern

Tausendfach drohende Pleiten müssen durch realistischen, epidemiologisch vertretbaren Öffnungsplan und schnellstmögliche Auszahlung von Hilfen verhindert werden.
Friseurin hinter der Scheibe ihres wegen Corona geschlossenen Betriebes.

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sprach mit Birgit Marschall von der Rheinischen Post über die Erwartungen an das Bund-Länder-Treffen und über die Bedingungen, unter denen Betriebe wieder öffnen können.

„Unsere Handwerksbetriebe erwarten, dass Bund und Länder sich auf einen an klaren Kriterien orientierten, realistischen und epidemiologisch vertretbaren Öffnungsplan verständigen: Der muss eindeutige und nachvollziehbare Bedingungen festlegen, unter denen Betriebe so schnell, wie es irgend möglich ist, wieder arbeiten können. Wenn verhindert werden soll, dass tausendfach Betriebsinhaber die Scherben ihres Lebenswerkes aufkehren und tausende Beschäftigte ihre Arbeit verlieren, müssen unsere Handwerksbetriebe schnellstmöglich, und sobald es epidemiologisch zu vertreten ist, wieder öffnen können. Andernfalls hätte das dramatische wirtschaftliche Folgen. Ein tausendfaches Betriebesterben muss unbedingt verhindert werden, nicht zuletzt weil es unsere Betriebe und ihre Beschäftigten sind, die Steuern und Abgaben erwirtschaften, die der Staat brauchen wird, um den Weg aus der Corona-Pandemie zu finanzieren. An die Stelle des Flickenteppichs länderspezifischer Regelungen sollte endlich ein bundesweites Ampel-System für Corona-Entscheidungen nach regionaler Inzidenz treten. Die Betriebe sind gut vorbereitet, sie haben zusammen mit den Berufsgenossenschaften ausgefeilte Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt und sind bereit, ihren Teil bei der Pandemiebekämpfung zu leisten.“

Schlagworte