Zentralverband des
Deutschen Handwerks
19.03.2021

„Eigenkapitaldecke der Betriebe muss dicker werden“

Damit die Eigenkapitaldecke der Betriebe insgesamt dicker und damit krisenfester wird, müssen steuerliche Hemmnisse angepackt werden. Das sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke gegenüber Reuters."
Portraitfoto von Holger Schwannecke vor dem Haus des Deutschen Handwerks in Berlin

Angesichts schwindender Kapitalpolster in Handwerksbetrieben bleibt der Handlungsbedarf zur Stärkung der Eigenkapitaldecke hoch, betont Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), gegenüber Klaus Lauer von der Nachrichtenagentur Reuters:

„In der Tat müssen viele Handwerksbetriebe derzeit ihr Eigenkapitalfundament aufzehren, das zum Beispiel für die Altersvorsorge der Inhaberfamilien vorgesehen war. Umso wichtiger ist und bleibt, dass die staatlichen Corona-Hilfen endlich auf breiter Front und dann auch zeitnah an die Betriebe und Soloselbstständigen gelangen. Was das sehr komplexe Förderregelwerk anbetrifft, ist gerade in jüngster Zeit zwar Manches geklärt und auch flexibilisiert worden. Aber nach wie vor ist es zu bürokratisch, zu kompliziert und bei der Auszahlung viel zu schleppend. Kurz: Der Handlungsbedarf bleibt für die aktuelle Krisenbewältigung weiter hoch. Mehr als deutlich hat sich durch die Pandemie zudem gezeigt, dass die Eigenkapitaldecke der Betriebe insgesamt dicker und damit krisenfester werden muss: Dafür müssen z.B. steuerliche Hemmnisse endlich angepackt und etwa die Thesaurierungsrücklage mittelstandfreundlicher ausgestaltet werden.“

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