Zentralverband des
Deutschen Handwerks
15.02.2021

„Betriebe brauchen konkretisierte Öffnungsperspektiven!“

„Unsere von Schließungen betroffenen Handwerksbetriebe brauchen dringend einen inzidenzbasierten Öffnungsplan“, betont ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber dem „RND“.
Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer im Gespräch in seinem Büro im Haus des Deutschen Handwerks

„Unsere weiter von Schließungen betroffenen Handwerksbetriebe brauchen dringend Perspektiven durch einen konkretisierten, inzidenzbasierten Öffnungsplan“, betont ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber Lilly von Consbruch vom RedaktionsNetzwerk Deutschland.

„Der Wirtschaftsgipfel darf sich nicht als geschlossener Wirtschaftszirkel erweisen, sondern muss sicherstellen, dass die Erfahrungen und Anliegen der Wirtschaft in der Kanzleramtsarbeitsgruppe berücksichtigt werden, die den Öffnungsplan erarbeitet. Unsere weiter von Schließungen betroffenen Handwerksbetriebe brauchen dringend Perspektiven! Um planen zu können, brauchen unsere Betriebe eine inzidenzbasierte Öffnungsstrategie. Dafür muss schnellstmöglich ein Öffnungsplan her, der die Schwellenwerte konkretisiert und in dem festgelegt wird, ab welchen Werten und unter welchen Bedingungen unsere Betriebe ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Notwendig ist eine Corona-Ampel, die inzidenzbasiert grünes Licht für Öffnungen gibt.
 

„Wir wollen, dass alle gesund bleiben, auch unsere Betriebe!“

Unsere Betriebe können Wirtschaft in epidemiologisch verantwortbarer Weise, mit höchstem Standard bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit: Schon seit Monaten setzen sie mit hohem Aufwand umfassende Hygienekonzepte gewissenhaft um. Denn: Wir wollen, dass alle gesund bleiben, aber eben auch unsere Betriebe! Mit einem tausendfachen Betriebesterben ist niemandem gedient, schon gar nicht, wenn es in der Nach-Corona-Zeit darum geht, die Wirtschaft möglichst rasch wieder hochzufahren.

Kosmetikern und vielen anderen Gewerken des Handwerks, die für weitere Wochen ohne Öffnungsperspektive dastehen, müssen jetzt schnellstmöglich die staatlichen Hilfen ausgezahlt werden. Wir sehen hier weiter zentralen Nachbesserungsbedarf bei der Überbrückungshilfe III und drängen darauf, dass nun endlich auch die Starthilfe für die Soloselbständigen kommt! Und unsere Forderung nach einem um zwei, besser drei Jahre verlängerten Verlustrücktrag als DIE zielgerichtete, schnelle und passgenaue Hilfe bleibt bestehen.“

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