Zentralverband des
Deutschen Handwerks
27.10.2020

"Ausbildungsengagement muss unterstützt und stabilisiert werden"

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer dringt gegenüber dem "Handelsblatt" darauf, das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" kurzfristig nachzujustieren, damit es seine notwendige Wirkung entfalten kann.
Ein etwas älterer Herr erklärt zwei jungen Männern die Vorgänge an einer großen Maschine. Alle tragen Ohrenschützer.

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer dringt gegenüber Barbara Gillmann vom "Handelsblatt" darauf, das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" kurzfristig nachzujustieren, damit es seine notwendige Wirkung entfalten kann.

"Bereits jetzt muss dringend das Ausbildungsgeschehen und das Ausbildungsengagement unterstützt und stabilisiert werden, um zu verhindern, dass sich Handwerksbetriebe nach der Pandemie dauerhaft aus der Ausbildung zurückziehen. Das ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzkrise 2009 dringend geboten, als nach einem deutlichen Einbruch das vorherige Ausbildungsniveau nicht wieder erreicht werden konnte. Das sollte sich keinesfalls wiederholen, weil mit einem immer niedrigeren Sockel an Auszubildenden langfristig die Fachkräftesicherung für unsere Betriebe immer schwieriger wird. Deshalb ist Handeln jetzt angesagt und es gilt, das auf Drängen der Allianz für Aus- und Weiterbildung ins Leben gerufene Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ kurzfristig nachzujustieren. In seiner jetzigen Form entfaltet es noch nicht die notwendige Wirkung. Um die duale Ausbildung gerade auch für Kleinst- und Kleinbetreibe langfristig attraktiv zu erhalten, müssen Ausbildungskosten – beispielsweise für überbetriebliche Lehrlingsunterweisung und  die Belastung von Ausbildungsbetrieben durch gesetzlichen Kranken- und Pflege- sowie Unfallversicherung – auch unabhängig von der aktuellen Krisensituation verstärkt in den politischen Fokus gerückt werden."

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