03.01.2019

Zu Vakanzzeiten in Handwerksberufen sagt ZDH-Präsident Wollseifer

Foto: Boris Trenkel

„Dem Handwerk gehen die Fachkräfte aus, was keine überraschende Entwicklung ist, sondern eine, auf die wir bereits seit Jahren hinweisen und immer wieder gefordert haben, sich mehr um die berufliche Ausbildung zu kümmern. Aber wirklich Gehör finden diese Warnungen erst, seit viele in ihrem Alltag selbst erleben, wie schwierig es ist, einen Handwerker für einen Auftrag zu bekommen. Unsere Betriebe suchen händeringend nach Fachkräften, aber geeignetes Personal zu finden wird immer schwieriger. Momentan dürften um die 250.000 Stellen im Handwerk unbesetzt sein. Manche Bäcker und Metzger schließen bereits an einem Tag der Woche, weil sie nicht genügend Personal haben. Andere Betriebe müssen leider Aufträge ablehnen, weil ihnen die Mitarbeiter fehlen, um sie abzuarbeiten. Und bei den Aufträgen, die sie angenommen haben, kommen viele Betriebe an ihre Grenzen, was in der Konsequenz zu langen Wartezeiten bei den Kunden führt. Glauben Sie mir: Das gefällt den Betrieben natürlich ganz und gar nicht. Denn Handwerker wollen anpacken und etwas schaffen.“


Teile des Statements sind am 3. Januar 2019 in der BILD erschienen.