17.08.2018

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zu Brückensanierungen

„Auch in Deutschland ist eine Vielzahl der Brücken dringend sanierungsbedürftig. Die meisten Brücken sind in die Jahre gekommen und müssen intensiv kontrolliert werden. Das geschieht in Deutschland Gott sei Dank. Die Brücken werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert und ihr Zustand dokumentiert. Deshalb halte ich das, was in Genua passiert ist, in Deutschland für eher unwahrscheinlich. Dass hierzulande Brückensanierungen nicht noch schneller in Angriff genommen werden, liegt weniger an fehlendem Geld, sondern an zu langen Planungsverfahren. Verzögerungen gibt es dabei im Übrigen nicht nur auf den Ämtern, sondern auch durch von Bürgerinitiativen angeregte Gerichtsverfahren. Wir brauchen unbedingt eine Beschleunigung der Planungsverfahren. Für das Handwerk ist klar: Brückensanierungen genießen Vorrang, deshalb wird es hier auch keinen Engpass an Bauarbeitern geben.  Wir werden in Zukunft viel intensiver in die Verkehrsinfrastruktur investieren müssen. Wir müssen uns über Jahrzehnte auf mehr Baustellen und Verkehrsbehinderungen einstellen, weil es für unser aller Sicherheit erforderlich ist, dass viele Straßen und Brücken saniert werden müssen.“

Auszüge aus diesen Statement erschienen am 16. August 2018 in der Rheinischen Post.