29.05.2019

Wollseifer begrüßt Pläne zur Förderung von Gebäudesanierung

Foto: ZDH / Boris Trenkel

Im Gespräch mit der dpa befürwortete ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer Pläne des Bundesinnenministeriums zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

"Eine steuerliche Absetzbarkeit bei der energetischen Gebäudesanierung wäre ein richtiger und guter Schritt. Die größte Ressource zum Energieeinsparen, die wir in Deutschland heben können, die liegt in der energetischen Gebäudesanierung. Dass wir an dieser Stelle etwas tun müssen, wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen, das haben wir der Bundesregierung schon seit Langem gesagt. Wir hoffen, dass es nun im dritten Anlauf klappt und auch die Länder mitmachen.

Stimmt schon, dass unsere Auftragsbücher momentan voll sind, aber in die Zukunft gedacht würde eine solche steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung nicht nur zu einer vernünftigen Klimapolitik beitragen, sondern auch dazu, die derzeit gute Auftragslage im Handwerk auch in die Zukunft hinein zu verstetigen - damit auch künftig Bau- und Ausbauhandwerker gut ausgelastet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Die dafür eingesetzten Steuermittel wären eine Anschubfinanzierung. Sie würden schon innerhalb weniger Jahre wieder eingespielt sein, weil es eine win-win-Situation für beide Seiten ist. Für den Staat lohnt sich der Einsatz der Steuermittel – denn der Finanzminister würde schon in einigen Jahren mehr einnehmen, weil es mehr Aufträge für die Handwerker gibt und damit auch mehr Lohn-, Körperschafts- und Mehrwertsteuer gezahlt wird. Für die Handwerker brächte es eine Verstetigung der Auftragslage. Und für den Klimaschutz wäre es ein maßgeblicher Beitrag.

Die Sanierungsquote bei Gebäuden liegt derzeit bei weniger als 2 Prozent im Jahr. Das ist zu wenig. Wir müssen diese Sanierungsquote mit Blick auf den Klimaschutz und die CO2-Reduktionsziele deutlich erhöhen. Wir brauchen für mehr Klimaschutz eine Quote von vier bis sechs Prozent oder sogar mehr."

Das Statement wurde am 29. Mai 2019 in Teilen von der dpa veröffentlicht.