15.03.2019

Mehr Qualität, mehr Ausbildung, mehr Verbraucherschutz und nachhaltige Betriebe bekommen wir nur mit der Meisterpflicht

„Die Qualität handwerklicher Produkte und Dienstleistungen sowie die Qualifizierung von Fachkräften, das alles steht und fällt mit dem Meisterbrief. Wirtschaftsstärke, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit basieren auf fachlicher und unternehmerischer Qualifikation. Ausweis dafür ist der Meisterbrief. Der Meister ist die Basis unseres dualen Systems, um das wir in Europa beneidet werden. Und der Meister ist Qualitätsgarant und Qualitätsgütesiegel mit all‘ den damit verbundenen Verbraucherschutz- und Gewährleistungsimplikationen. Deshalb setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, in möglichst vielen Gewerken, die bei der Handwerksnovelle 2004 zulassungsfrei gestellt wurden, die Meisterpflicht wieder einzuführen. Seither kann sich wirklich jeder, der das möchte, ohne jeglichen Qualifikationsnachweis in einem der zulassungsfreien Gewerke sofort betätigen. Dadurch sind viele dieser Gewerke in eine Spirale der Dequalifizierung geraten. Die Bestandsfähigkeit der Betriebe im Markt leidet genauso wie die Ausbildung. Wissenstransfer ist nicht mehr gewährleistet, und es wird auch nicht unbedingt nach Meister-Qualitätstandards gearbeitet – zum Nachteil der Verbraucher und mit allen Konsequenzen für die Gewährleistung. Mehr Qualität, mehr Ausbildung, mehr Verbraucherschutz und nachhaltige Betriebe bekommen wir nur mit der Meisterpflicht. Der Bundesrat teilt diese Einschätzung. Jetzt ist die Bundesregierung gefordert, rasch einen Gesetzesentwurf vorzulegen.“

Auszüge dieses Statements erschienen am 15. März 2019 im Handelsblatt.