14.02.2019

Handwerk unterstützt Vorschlag, Obergrenze für Sozialabgaben im Grundgesetz festzuschreiben

Foto: Boris Trenkel

Zum Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, eine Obergrenze für Sozialabgaben im Grundgesetz festzuschreiben, erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer:

"Volle Unterstützung von uns für den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Altmaier, eine Obergrenze von maximal 40 Prozent für die Sozialabgaben im Grundgesetz festzuschreiben. Damit erhielte die 40-Prozent-Grenze einen verbindlichen Charakter und wäre nicht länger eine fiktive rote Linie. Gerade für das personalintenisve Handwerk ist es wichtig, dass die Sozialversicherungsbeiträge nicht weiter ausufern. Schon die 40 Prozent markieren für viele Betriebe eine schmerzhafte Grenze, aber mit einer noch höheren Belastung wäre die maximale Belastungsgrenze endgültig überschritten. Es kann nicht sein, dass unsere Betriebe und Mitarbeiter der Sozialabgaben-Packesel der Nation sind. Das jedoch droht uns durch die demografische Entwicklung und die vielen in den letzten Jahren beschlossenen Leistungsausweitungen in den meisten Sozialsystemen. Was wir in Deutschland sehen, sind ständig steigende Sozialausgaben, die einen geringen gesellschaftlichen Mehrwert für die Gegenwart bringen, aber ganz erheblich auf Kosten der nachfolgenden Generationen gehen. Geld, das jetzt mit vollen Händen für Soziales, Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit verteilt wird, sollte bereits erwirtschaftet und nicht lediglich eine Anleihe auf die Zukunft sein. Weitere Leistungsausweitungen in den Sozialversicherungen, die die Beitragszahler belasten, müssen ausbleiben! Das wird sich sonst in der Zukunft rächen und Wachstum bremsen."

Auszüge des Statements sind am 13. Februar 2019 im Handelsblatt erschienen.