19.06.2019

Fachkräfte sichern, Regionen stärken

Auf der 95. BundesDekaneKonferenz Wirtschaftswissenschaften am 6. Juni 2019 in Mönchengladbach hat ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer die Bedeutung der Zusammenarbeit von Hochschule und Handwerk betont. „Unser Ziel ist es, Fachkräfte so zu qualifizieren, wie es die betriebliche Realität, wie es die Bedarfslage der Unternehmen erfordert. Und deshalb ist es wichtig, dass wir darüber reden, wie dies in Kooperation zwischen akademischer Bildung und beruflicher Bildung erreicht werden kann.“

„Wir sehen uns als Handwerk nicht in Konkurrenz zu den Hochschulen. Vielmehr sehen wir einen Gewinn in der gleichwertigen Stärkung unserer beider Bildungssäulen – der beruflichen und der akademischen", so Wollseifer. „Mit der Entwicklung von dualen Bildungsgängen bieten wir den jungen Menschen beides an: Ausbildung und Studium. Im Bereich des dualen ausbildungsintegrierten Studiums im Handwerk waren 2016 über 26.800 Studierende in insgesamt 565 Studiengängen eingeschrieben. Und das triale Studium an der Hochschule Niederrhein geht noch einen Schritt weiter. Hier können leistungsstarke Schulabgänger nicht nur einen Bachelor- und einen Gesellenabschluss erwerben. Es ist zudem Bestandteil dieses Bildungsgangs, nach bestandener Gesellenprüfung noch eine Fortbildung zum Handwerksmeister anzuschließen."

In seiner Rede bezeichnete es Wollseifer als gemeinsame Aufgabe von Handwerk und Hochschulen, gerade auch ländlich geprägte Regionen attraktiv zu halten. „Gemeinsam müssen wir dazu beitragen, Fachkräfte in den Regionen zu halten. Indem wir ihnen gemeinsam vielfältige Bildungsangebote und attraktive Arbeitsplätze bieten. Dazu brauchen wir weitere gut ausgebaute regionale Netzwerke zwischen dem Handwerk und den Hochschulen, die eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“