Umsatzsteuer bei der Abgabe von Speisen und Getränken im Handwerk

Das Bundesfinanzministerium hat nunmehr auf der Grundlage der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs sowie des Bundesfinanzhofs die Kriterien zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Abgabe von Speisen und Getränken teilweise neu festgelegt. Im Kern geht es darum zu unterscheiden, ob es sich bei der Leistung um eine dem ermäßigten Umsatzsteuersatz (7 %) unterliegende Lieferung von Speisen und Getränken oder eine dem allgemeinen Umsatzsteuersatz (19 %) unterliegende sonstige Leistung (sogen. Restaurant- und Verpflegungsdienstleistung), handelt.  

Die in dem beigefügten Informationsflyer "Umsatzsteuer – Abgabe von Speisen und Getränken im Handwerk" (Anlage) dargestellten Regelungen gelten grundsätzlich rückwirkend zum 1. Juli 2011.

Hinweis auf Änderung der Rechtslage

Vom 1.7.2020 bis 30.6.2021 wird die Abgabe von Speisen für den Vor-Ort-Verzehr vorübergehend ermäßigt mit 7% Umsatzsteuer besteuert. Getränke werden weiterhin mit 19 % Umsatzsteuer besteuert.