12.03.2018

Aktivitäten der Handwerkskammern vor dem Hintergrund der Allianz für Aus- und Weiterbildung

Für die personalintensiven Handwerksbetriebe stellen die rückläufigen Zahlen an Ausbildungsstellenbewerbern auch im Jahr 2018 eine erhebliche Herausforderung dar. Die Handwerksbetriebe stehen nicht nur mit anderen Wirtschaftsbereichen, sondern vor allem auch mit schulischen und hochschulischen Bildungsangeboten im Wettbewerb um Schulabgänger und -absolventen sowie neu nach Deutschland eingewanderte junge Menschen.

Die seit vier Jahren in Folge positive Bilanz der Ausbildungsneuvertragszahlen im Handwerk ist vor diesem Hintergrund insbesondere dem vielfältigen Engagement der Handwerksorganisation bei der Ansprache und Unterstützung künftiger Fachkräfte geschuldet. Handwerksbetriebe, Innungen, Kreishandwerkerschaften, Fachverbände und Handwerkskammern sind häufig in Kooperationen mit den anderen Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung in zahlreichen Initiativen zur Berufsorientierung sowie zur Gewinnung und Förderung diverser Zielgruppen aktiv.

Die regionalen Aktivitäten der Handwerkskammern zur Gewinnung von Auszubildenden für die Handwerksbetriebe fokussieren sich unter anderem auf schulische und außerschulische Veranstaltungen für Schüler und Schülerinnen allgemeinbildender Schulen, Lehrer und Lehrinnen sowie Berufsberater und -beraterinnen der Bundesagentur für Arbeit, um über die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in der Aus- und Weiterbildung im Handwerk zu informieren. Gemeinsam mit den Arbeitsagenturen und anderen regionalen Partnern haben die Handwerkskammern junge Menschen und Betriebe intensiv dabei unterstützt, den passenden Ausbildungsberuf und -betrieb bzw. einen adäquaten Bewerber zu finden.

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung ist durch das gemeinsame Ziel aller Allianzpartner, die duale Ausbildung zu stärken, Erfolgsmotor für diese gelebten Kooperationen vor Ort. Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften stellen sich auch in der neuen Allianzperiode den Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt und entwickeln gemeinsame Handlungsansätze zur Unterstützung von Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben. Die Handwerksorganisation steht auch in einer neuen Allianzperiode als ein engagierter und konstruktiver bildungspolitischer Partner auf Bundes-, Landes- und Regionalebene bereit. Ebenso ist jedoch auch die Politik gefordert, wenn es z. B. um die Förderung der überregionalen Mobilität durch ein Azubi-Ticket, Angebote des öffentlichen Nahverkehrs und die Berufsorientierung in den Sekundarstufen I und II an allen allgemeinbildenden Schulen geht.

Die nachfolgende Aufstellung der Aktivitäten und Initiativen von Handwerkskammern soll beispielhaft für die vielfältigen Anstrengungen der gesamten Handwerksorganisation zur Sicherung des künftigen Fachkräftenachwuchses und nachhaltigen Integration junger Menschen in Ausbildung und Beschäftigung stehen.

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