29.11.2018

Wirtschaftsverbände und Bundeswirtschaftsminister Altmaier starten Gründungsoffensive

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat gemeinsam mit dem ZDH, der BDA, dem BDI und dem DIHK die neue Gründungsoffensive des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gestartet.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: "Mit der Gründungsoffensive will ich als Bundeswirtschaftsminister Menschen ermutigen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, und die Gründungskultur in Deutschland stärken. Mit ihren Ideen, Produkten und Dienstleistungen tragen Gründerinnen und Gründer zu einer dynamischen, innovativen und international wettbewerbsfähigen Wirtschaft bei und sorgen für zukunftsfähige Arbeitsplätze. Start-ups, Unternehmensgründungen und Unternehmensnachfolgen im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in der gewerblichen Wirtschaft und in freien Berufen machen den Wirtschaftsstandort Deutschland stark und sind ein wichtiger Pfeiler unserer Sozialen Marktwirtschaft."

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: "Das Gründen eines Betriebes gehört zur DNA des Handwerks. Gründungen im Handwerk sind auf Langlebigkeit angelegt: Wir gründen, um zu bleiben. Umso wichtiger ist die ausreichende Qualifizierung von Betriebsneugründern und -übernehmern. Dafür müssen wir berufliche Aus- und Weiterbildung stärken wie auch den Meisterbrief, der die ideale Ausgangsposition für eine Selbstständigkeit ist. Im Handwerk bieten sich mit rund 200.000 anstehenden Betriebsübergaben in den nächsten Jahren beste Chancen, sein eigener Chef zu werden. Auf dem Weg zum eigenen Betrieb sollten wir Gründern „Nachfolgelotsen“ an die Seite stellen, die den Start in die Selbstständigkeit unterstützen."

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter: "Unternehmerisches Handeln und damit neue Geschäftsideen sind das Fundament für Wohlstand und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Jede Gründung hat etwas mit Mut zu tun. Mit der Lust, etwas Neues und Innovatives zu schaffen. Es ist daher unverzichtbar, gerade bei jungen Menschen bereits frühzeitig ökonomische Bildung zu verankern und Begeisterung für Unternehmertum zu wecken, in der Schule, in der Ausbildung, an der Uni. Wenn wir mehr Start-ups wollen, brauchen wir ein gründungsfreundlicheres Klima: Dazu gehören zum Beispiel der Erhalt und der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur, vielfältige Förderinstrumente, der radikale Abbau von gesetzlicher Regelungswut und eine attraktive Standortpolitik. Hier ist noch reichlich Luft nach oben. Vom Land der Dichter und Denker zum Land der Gründerinnen und Gründer – dafür brauchen wir ein wertschätzendes Grundverständnis von Unternehmertum und Unternehmensgründungen in unserer Gesellschaft."

Zum Auftakt der Gründungsoffensive benennen BMWi und die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung die für eine Stärkung der Gründungskultur in Deutschland wesentlichen Punkte. Des Weiteren finden im Jahr 2019 vier Regionalkonferenzen statt, die Gründerinnen und Gründern den direkten Austausch mit Bundesminister Altmaier und den Verbänden ermöglichen. Das BMWi wird im Rahmen der Gründungsoffensive erfolgreiche bestehende Maßnahmen fortsetzen und weiterentwickeln (wie z.B. das EXIST-Programm und die Gründerplattform) und Neuerungen einführen (wie z.B. den bundesweiten Aktionstag zur Unternehmensnachfolge und den Ausbau von Wagniskapitalfinanzierungen mit der neuen KfW-Tochtergesellschaft „KfW Capital“). Die Aktivitäten und Maßnahmen des BMWi finden sich in zehn Handlungsfeldern zusammengefasst in der Publikation „10 Punkte für mehr Gründungen“.

Weitere Informationen zur Gründungsoffensive erhalten Sie auf der Internetseite www.existenzgruender.de/go.