01.10.2019

Mittelstandsstrategie greift spezifische Belange von Handwerk und Mittelstand zielführend auf

ZDH/Boris Trenkel

Zu der am Dienstag vorgelegten Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellte Mittelstandsstrategie greift die spezifischen Belange und Anforderungen von Handwerk und Mittelstand zielführend auf. Wir begrüßen sehr, dass in der nun vorgelegten Strategie noch über die Eckpunkte hinausgehende weitere Aspekte berücksichtigt werden, die dem Handwerk und Mittelstand wichtig sind wie etwa die Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von 800 Euro auf 1000 Euro sowie die Anhebung der Ist-Versteuerungsgrenze von 500.000 Euro auf 600.000 Euro. Die angedachte Verkürzung der Aufbewahrungsfrist ist ein längst überfälliger Schritt.

Mit all diesen Punkten sendet der Bundeswirtschaftsminister das klare Signal, den spezifischen Herausforderungen des Mittelstandes Rechnung zu tragen. Das gilt auch für die weiteren Vorhaben der Mittelstandsstrategie. Ein genereller Steuer- und Abgabendeckel ist ein richtiger Ansatz, um gerade lohnintensiven Personenunternehmen Luft zum Atmen zu sichern. Genauso richtig ist, die Beschränkung sachgrundloser Befristungen erneut auf den Prüfstand zu stellen. Die Vorschläge für die dringend notwendige Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes sowie für eine schnelle verwaltungstechnische Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes sind weitere wichtige Bestandteile dieser zielführenden Mittelstandsstrategie.


Der klaren Positionierung von Minister Altmaier bereits in den Eckpunkten ist zu verdanken, dass die steuerliche Sanierungsförderung nun integraler Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 ist. Neben der geplanten Stärkung des Meisterbriefs bleiben für das Handwerk besonders eine faire Datenökonomie sowie die Unterstützung dabei wichtig, dass der Mittelstand leichter an der Entwicklung von internationalen, europäischen und deutschen Normen und Standards mitwirken kann.

Die vorgelegte Mittelstandsstrategie ist Ausdruck einer Wertschätzung der gesamtwirtschaftlichen Leistung des Mittelstandes und der Bedeutung des Unternehmertums für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Dreiklang aus Wertschätzung, Stärkung und Entlastung, der der Strategie zugrunde liegt, ist die richtige Leitschnur für eine erfolgreiche Mittelstandspolitik. Das Handwerk erwartet nun von der gesamten Bundesregierung, dass sie den klaren Mittelstandskurs von Minister Altmaier unterstützt und seine Strategie zur durchgängigen Leitlinie für eine mittelstandsgerechte Politik der gesamten Bundesregierung wird. Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen nun zügig angepackt und umgesetzt werden.“

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