13.03.2019

Internationale Handwerksmesse 2019 – Ist das noch Handwerk? Die Tradition als Basis. Die Zukunft als Vorbild.

München, 13. März 2019: Zum 71. Mal hat am Mittwoch die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München ihre Tore geöffnet. Bereits die Eröffnungsveranstaltung stand ganz im Zeichen der diesjährigen Messeleitfrage „Ist das noch Handwerk?“ mit dem Untertitel „Die Tradition als Basis. Die Zukunft als Vorbild.“
 
„Vieles hat in die Betriebe Einzug gehalten, das auf den ersten Blick mit Handwerk, wie man es sich herkömmlich vorstellt, scheinbar nicht mehr viel zu tun hat. Und doch ist es so, dass auch diese Produkte und Verfahren „noch Handwerk“ sind, und zwar solches vom Feinsten“, erläuterte zum Auftakt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), den Fokus der diesjährigen IHM.

Rund 1000 Aussteller aus über 60 Gewerken zeigen auf der IHM, wie das Handwerk mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen auf die Herausforderungen der gegenwärtigen Umbrüche und der Digitalisierung reagiert. Dabei wird deutlich, dass Zukunft basierend auf traditionellem Können bereits Gegenwart im Handwerk und dort längst angekommen ist.
 
Nach der Begrüßung durch Franz Xaver Peteranderl, Aufsichtsratsvorsitzender der GHM, stand danach die Ansprache des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder unter der Messeleitfrage: „Ist das noch Handwerk?“ In den sich daran anschließenden zwei Talkrunden gingen Handwerker und Experten auf die vielseitigen Facetten, auf die Modernität und vor allem die Möglichkeiten des Handwerks in unserer heutigen Zeit ein.
 
Ramona Mayr und Julia Schindelmann von „Langhaarmädchen GbR“ ebenso wie Gunnar Bloss und Hauke Helmer von „Werk5 GmbH“ stellten vor, welchen Gründergeist, Ideenreichtum, welche Qualität und neuen Techniken modernes Handwerk heute auszeichnen und ausmachen. Alle vier zeigen beispielhaft, dass Grenzen sprengen, Neues wagen und Innovatives zulassen keineswegs im Gegensatz zu solidem traditionellem handwerklichen Wissen und Können stehen, sondern im Gegenteil gerade daraus Zukunftsweisendes entsteht.
Im zweiten Talkpanel lenkten die Generationsforscherin Dr. Steffi Burkhart, Prof. Dr. Thomas Hofmann, Vizepräsident für Forschung und Innovation der Technischen Universität München, sowie Trend- und Zukunftsforscher Prof. Peter Wippermann von TRENDBÜRO den Blick auf das Umfeld, in dem sich Handwerk künftig bewegt. Die Experten benannten die Herausforderungen und Notwendigkeiten, auf die sich das Handwerk in der Zukunft einstellen muss, wenn es bestehen will.
 
Offiziell eröffnete dann Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die IHM, auf der das Ministerium auch in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein wird. Als ein Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen BMWi und ZDH hatte Altmaier zuvor die dritte Phase der "Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz" (MIE) bekanntgegeben, die noch in diesem Jahr anlaufen soll.
 
Die IHM findet in diesem Jahr vom 13. bis zum 17. März 2019 zum 71. Mal auf dem Münchener Messegelände statt. Mit über 1000 Ausstellern aus mehr als 60 Gewerken ist sie die internationale Leitmesse des Handwerks. Auf der Sonderausstellung „Land des Handwerks“ können sich die privaten und geschäftlichen Besucher ein Bild von den innovativen Fortschritten in den einzelnen Gewerken machen. Darüber hinaus präsentiert sich das Handwerk bei den vielseitigen Sonderschauen „Digitalisierung praktisch gestalten“, INNOVATION GEWINNT!“ und „AutoBerufeAktuell“. Der Ausstellungsbereich „YoungGeneration“ soll – wie es der Name schon sagt – insbesondere die jungen Messebesucher anlocken. In diesem Jahr gibt es ein Novum auf der Messe, das man auf einer Handwerksmesse wohl nicht unbedingt verorten würde: Mit einem eigenen Stand informiert das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) die Messebesucher.

Eröffnungsveranstaltung der IHM 2019, 13. März 2019

Foto: ZDH/Ortrud Stegner