05.04.2017

Handwerk hat hohe Integrationskraft

Anlässlich des Gesprächs im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Integration von Flüchtlingen erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Das Handwerk hat eine hohe Integrationskraft. Im Jahr 2016 lernten knapp 4.600 junge Leute aus den acht häufigsten Asylzugangsländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) im Handwerk, ein Zuwachs von über 2.900 Personen bzw. 175 Prozent binnen drei Jahren. Etliche weitere Tausend junger Menschen mit Bleibeperspektive befinden sich in Praktika, in Ausbildungsvorbereitungskursen oder Berufsorientierungsmaßnahmen.

Diese Zahlen stimmen zuversichtlich. Mein ausdrücklicher Dank geht an die Handwerksbetriebe, die sich für die berufliche Integration von Flüchtlingen mit großem Engagement einsetzen. Die Arbeitsmarktintegration junger Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt passiert jedoch nicht von heute auf morgen und ist eine langfristige Aufgabe. Bei den Flüchtlingen, die in den vergangenen zwei bis drei Jahren zu uns gekommen sind, geht es oftmals zunächst darum, Sprachkenntnisse zu erwerben und allgemeinbildende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen nachzuholen. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Betriebe und Handwerksorganisation steht ihnen mit diesen Kompetenzen dann auch eine berufliche Perspektive im Handwerk offen."