16.12.2019

Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird Wirkung nur bei rascher, möglichst unbürokratischer Umsetzung entfalten können

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Zu dem am 16. Dezember 2019 stattfindenden Gipfeltreffen im Bundeskanzleramt zur Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Das Handwerk hat das Fachkräfteeinwanderungsgesetz von Anfang an unterstützt. Denn es erleichtert gerade die Zuwanderung beruflich qualifizierter Fachkräfte, die das Handwerk dringend braucht. Seine Wirkung wird das Fachkräfteeinwanderungsgesetz jedoch nur entfalten können, wenn es möglichst rasch und unbürokratisch umgesetzt wird. Denn das beste Gesetz nützt nichts, wenn es nicht gut vollzogen wird.

Daher begrüßt das Handwerk die Initiative der Bundeskanzlerin, im Rahmen eines Spitzengespräches die bestmögliche Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zu erörtern. Alle am Zuwanderungsverfahren beteiligten Akteure sind jetzt aufgefordert, ihren Beitrag für einen reibungslosen und zügigen Zuwanderungsprozess zu leisten. Deutschland darf seine Attraktivität für ausländische Fachkräfte nicht durch unnötige bürokratische Hürden gefährden, sondern muss die in einer gesteuerten Zuwanderung liegenden Chancen für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft konsequent nutzen.

Um erste Zuwanderungspotenziale auch für das Handwerk zu erschließen, plant der ZDH zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit ab Frühjahr 2020 ein Pilotprojekt durchzuführen, um beruflich qualifizierte Fachkräfte aus Bosnien und Herzegowina für eine Beschäftigung im deutschen Handwerk zu gewinnen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden für die Durchführung zukünftiger Vermittlungsabsprachen zwischen der Bundesagentur für Arbeit und ausländischen Arbeitsverwaltungen von großem Nutzen sein.“

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