10.11.2020

EU einigt sich auf MFR 2021-2027 / „Handwerksrelevante Programme müssen jetzt zügig umgesetzt werden“

Businesswoman near the parliament building in Brussel
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Rat, Europaparlament und EU-Kommission haben am 10. November 2020 eine Einigung zur Ausstattung und Mittelverteilung des künftigen Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) für die Jahre 2021-27 erzielt. Das Übereinkommen betrifft auch das Erholungsinstrument “Next Generation EU”, das den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Europa nach Überwindung der Corona-Pandemie stützen soll. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke:

“Es ist gut und für unsere Betriebe eine wichtige Nachricht, dass die Parteien ein Verhandlungsergebnis erzielt haben. Diese Einigung ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass handwerksrelevante EU-Programme wie InvestEU, Horizont Europa und Erasmus+ erfolgreich fortgeführt werden können. Die genannten Programme unterstützen Handwerksbetriebe gezielt bei Investitionen, Innovation sowie Aus- und Weiterbildung. Jetzt müssen sie zügig umgesetzt werden, damit das Geld - gerade in der aktuellen Pandemiesituation - rechtzeitig bei den Unternehmen ankommt, die dann ihren Beitrag dazu leisten können, die Gesamtwirtschaft zu stabilisieren.

Zudem brauchen Handwerk und Mittelstand mehr Eigenkapital und mehr Unterstützung beim Strukturwandel hin zu einer grüneren und digitaleren Wirtschaft. Damit unsere Betriebe überhaupt vollumfänglich einen Beitrag zu diesen Veränderungsprozessen einbringen können, sind gezielte Investitionen in Infrastruktur und Widerstandsfähigkeit nötig. Die geplanten nationalen Erholungs- und Resilienzpläne müssen diese Ziele und kleine und mittlere Betriebe unterstützen.  

Wir müssen aber jetzt schon an die Zeit nach der Pandemie denken. Handwerksbetriebe brauchen ein stabiles wirtschaftliches Umfeld. Eine neue Schuldenkrise gilt es unbedingt zu vermeiden, da diese auch unsere Betriebe in ihrer Arbeit beeinträchtigen würde.“

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