29.03.2017

Handwerk befürchtet Umsatzverluste durch Brexit

Angesichts der von der britischen Premierministerin Theresa May unterschriebenen Austrittserklärung aus der Europäischen Union befürchten mehr als 40 Prozent der Experten der Handwerksorganisationen rückläufige Umsätze. "Das ist ein hoher Wert angesichts der Tatsache, dass nur rund sieben Prozent der 1 Million Handwerksbetriebe außenwirtschaftlich aktiv sind", so der Chefvolkswirt des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dr. Alexander Barthel.

Dabei erwarten die Handwerksexperten, dass sowohl der Export handwerklicher Güter wie auch das Erbringen von Dienstleistungen vor Ort in etwa gleich stark von Rückgängen betroffen sein werden. An der Blitzumfrage des ZDH haben sich 62 Experten von Handwerkskammern, Zentralfachverbänden und weiteren Handwerksorganisationen beteiligt.

Trotz der erwarteten Umsatzverluste bleibt die Verunsicherung unter den Betrieben gering: Nur 31 Prozent der Experten nehmen eine solche wahr. 44 Prozent der Experten aus dem Handwerk wünschen sich Sonderregelungen für den wirtschaftlichen Austausch mit Großbritannien, um die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft möglichst gering zu halten. 56 Prozent sehen dafür derzeit allerdings noch keine Notwendigkeit.