24.06.2020

Ausbildungs- und Übernahmeprämie sind deutliche und wichtige Wertschätzungszeichen für die duale Ausbildung

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Zu dem am Mittwoch, 24. Juni 2020, vom Bundeskabinett verabschiedeten Eckpunkten für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Mit der nun beschlossenen Ausbildungs- sowie Übernahmeprämie setzt die Bundesregierung gerade in der aktuellen Corona-Pandemie ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die duale Ausbildung. In einer Zeit großer Verunsicherung bei Betrieben wie auch Jugendlichen über den Fortgang auf dem Ausbildungsmarkt wird damit ein Signal der Ermutigung zu einer beruflichen Ausbildung gegeben und der hohe Stellenwert beruflicher Ausbildung und Qualifizierung für die wirtschaftliche Entwicklung weit über die Krise hinaus sehr deutlich gemacht.

Nachdem erste Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes Ende Mai in der Allianz für Aus- und Weiterbildung verabredet wurden, hat die Bundesregierung nun mit dem im Konjunkturpaket verabredeten Programm „Ausbildungsplätze sichern“ schnell und entschlossen nachgelegt.

Die duale Ausbildung ist Grundlage der Fachkräftesicherung in Deutschland und damit ein Erfolgsfaktor gerade für die Betriebe im Handwerk. Deshalb engagieren sich die Handwerksbetriebe im besonderen Maß in der Ausbildung und bieten aktuell noch viele freie Plätze an.  

Mit der beschlossenen Ausbildungsprämie erhalten kleine und mittlere Betriebe, die sich trotz Kurzarbeit oder massiver Umsatzeinbußen weiter für die Fachkräftenachwuchssicherung stark machen, eine wichtige Anerkennung. Sie ist ein Motivationssignal an diese betroffenen Ausbildungsbetriebe und soll diese dazu bewegen, trotz der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation, ihre Ausbildungsleistung aufrecht zu erhalten. Somit kann sie einen wichtigen Beitrag zur Stimulierung des Ausbildungsmarktes leisten. Das Handwerk hat die Ausbildungsprämie daher von Anfang an begrüßt.

Die Übernahmeprämie für Auszubildende aus Insolvenzbetrieben gibt jungen Menschen zudem das deutliche Signal, dass Betriebe, Sozialpartner und Staat sich für ihre berufliche Zukunft gemeinsam einsetzen werden und berufliche Ausbildung krisenfest Bestand hat. Für Jugendliche wird damit eine verlässliche Grundlage gegeben, dass sie sich mit der Entscheidung für eine berufliche Ausbildung auf dem richtigen Weg gemacht haben und diesen bis zum Abschluss werden fortsetzen können. Das begrüßen wir ausdrücklich.

Die verabredeten Maßnahmen zur Unterstützung der Ausbildungsbetriebe müssen nun zeitnah, zielgenau und bürokratiearm bei den Ausbildungsbetrieben ankommen. Wir müssen aber auch den Ausbildungsmarkt weiterhin genau beobachten. Sollten weitere Ausbildungsbetriebe in den kommenden Monaten in konjunkturelle Schwierigkeiten kommen, benötigen auch diese unsere Unterstützung.“

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