Inklusion gelingt im Handwerk

Zum "Nationalen Bildungsbericht" erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Lernbehinderte werden geduldig in mehreren Schritten zum Gesellenbrief geführt, der Meister lernt die Gebärdensprache, um Gehörlose ausbilden zu können, und unfallgeschädigte Mitarbeiter werden umgeschult und an einem neuen Arbeitsplatz eingesetzt – erfolgreiche Praxisbeispiele für Inklusion im Handwerk. Sie finden sich auf der Internetseite der Initiative "Inklusion gelingt!", mit der das Handwerk und die anderen Spitzenverbände der Wirtschaft den Prozess der Inklusion vorantreiben. Mit Unterstützung der Handwerkskammern gehen immer mehr Handwerksbetriebe gerade auf Jugendliche mit Behinderung zu.

Das ist ein Beispiel dafür, dass sich das Handwerk den unterschiedlichen Anforderungen einer zunehmend heterogenen Zielgruppe von Ausbildungsplatzbewerbern stellt. Die Gruppe reicht von Schulabgängern mit hohem Förderbedarf bis hin zu Abiturienten und Studienaussteigern. Für alle macht das Handwerk individuelle Angebote. Gerade kleine und mittlere Betriebe brauchen dabei Unterstützung durch Beratung und Betreuung.
 
Die Ausbildungsbereitschaft im Handwerk bleibt hoch. Das zeigt die aktuelle Bilanz: Bis zum 31. Mai wurden rund 44.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen, 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. In den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern warten aktuell rund 30.000 Ausbildungsangebote – das sind sogar 10 Prozent mehr als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt."

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