27.01.2021

Angekündigte Hilfen für Betriebe schnell umsetzen

Portraitfoto von Hans Peter Wollseifer vor blauer Handwerksleinwand
Foto: ZDH/Boris Trenkel

Zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung und der verringerten Wachstumsprognose erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Der Jahreswirtschaftsbericht mit seiner nach unten korrigierten Wachstumsprognose für 2021 zeigt, dass die pandemiebedingte wirtschaftliche Talsohle noch lange nicht durchschritten ist. Damit die Konjunktur wieder anspringt, müssen jetzt die zugesagten Schutzmechanismen kurzfristig umgesetzt werden und greifen. Dabei darf die langfristige Perspektive für die Entwicklung des Standortes Deutschland nicht aus dem Blick geraten.

Bislang haben zu wenige Betriebe, die von der Pandemie stark betroffen sind, die angekündigten Hilfsgelder erhalten. Viele fallen sogar ganz durch das engmaschig konditionierte Förderraster. Vielen Handwerksbetrieben steht inzwischen das Wasser bis zum Hals. Ihre Rücklagen – oft auch das Privatvermögen der Inhaberfamilien – sind aufgebraucht. Wenn diese Handwerksbetriebe jetzt nicht schnell und unbürokratisch Unterstützung bekommen, werden sie die nächsten Wochen nicht überstehen. Es muss zügig nachgebessert werden, sonst droht nicht nur bei ihnen ein massiver Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit von Politik und staatlichen Institutionen.

Damit Betriebe und Unternehmen aber auch für die Zukunft ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und stärken können, müssen die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser werden. Strukturelle Umbrüche und Veränderungen beispielsweise im Energieversorgungssystem dürfen Betriebe nicht unverhältnismäßig belasten. Für den Transformationsprozess der Digitalisierung muss die dafür notwendige Infrastruktur endlich umfassend bundesweit bereitstehen. Neben finanziellen Entlastungen müssen Betriebe spürbar von Bürokratiepflichten entlastet werden.“

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