02.05.2018

"Wer einen Beruf erlernt und sich weiterqualifiziert, baut sich eine Zukunft"

Hans Peter Wollseifer
ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer
Foto: Schüler/ZDH

Im Interview mit DER MALER UND LACKIERERMEISTER spricht ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer u.a. über mögliche Dieselfahrverbote, die Erwartungen des Handwerks an die Politik sowie über die Stärkung beruflicher Bildung.

 

Herr Wollseifer, in Sachen Schadstoffgrenzwerte hat sich im Moment eine in manchen Punkten absurde Diskussion entwickelt. Wie beurteilen Sie die Situation in Sachen Fahrverbote und Diesel?

Es ist richtig und wichtig für die Lebensqualität in unseren Städten und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, die Schadstoffgrenzwerte im Blick zu behalten und nicht zu überschreiten. Derzeit drängt sich aber schon der Eindruck auf, dass die Diskussion um Fahrverbote genutzt wird, um auf der einen Seite bundesweite überzogene Umweltauflagen durchzusetzen wie etwa die Blaue Plakette und auf der anderen Seite von den eigenen Fehlern und Versäumnissen im Dieselskandal abzulenken. Beides ist wenig hilfreich, denn es sollte unser aller Ziel sein, mit möglichst effizienten Mitteln und mit so gering wie möglich gehaltenen Lasten für die Verbraucher für saubere Luft zu sorgen.

Zur Erinnerung: Verbraucher und Betriebsinhaber im Handwerk haben Diesel-Fahrzeuge in dem Vertrauen erworben, damit gültige Abgasnormen einzuhalten. Wie sich herausgestellt hat, sind sie getäuscht worden. Als Folge werden jetzt Fahrverbote diskutiert und Dieselfahrzeugbesitzer sehen sich als Luft- und Umweltverschmutzer an den Pranger gestellt und mit der Erwartungshaltung konfrontiert, den Dieselanteil ihres Fuhrparks auszuwechseln. Da läuft etwas gehörig schief.

Es ist nicht zielführend, von heute auf morgen die Dieseltechnologie als solche zu verteufeln. Die Fuhrparks unserer Betriebe bestehen zu 80 bis 90 Prozent aus Dieselfahrzeugen, wir sind bis auf weiteres auf diese angewiesen. Genauso wie die Innenstadtbereiche darauf angewiesen sind, dass man sie für die Versorgung anfahren kann. Die Politik muss die Verursacher der Situation in die Pflicht nehmen: Die Autohersteller müssen über Softwareupdates hinausgehend technische Nachrüstungen an den dafür geeigneten Fahrzeuge ermöglichen und als Verursacher der Misere dafür auch finanziell einstehen. Politik, Städte und Kommunen sollten sich darüber hinaus sofort daran machen, alle zur Verfügung stehenden Optionen zur Schadstoffreduzierung noch intensiver umzusetzen, um Fahrverbote überflüssig zu machen. Die Fördermittel stehen für die Kommunen bereit. Der ÖPNV muss ausgebaut und Dieselbusse nachgerüstet werden. Es muss in Verkehrsleitsysteme für einen stauvermeidenden Verkehrsfluss investiert werden. Zudem muss eine Infrastruktur für E-Mobilität, aber auch für andere innovative Antriebssysteme geschaffen werden.

An anderer Stelle sprechen Sie gar „von einer kalten Enteignung der Handwerksbetriebe“ ….

Ein neues Nutzfahrzeug anzuschaffen ist vor allem für einen kleinen oder mittelständischen Betrieb keine Kleinigkeit. Was ist es anderes als eine kalte Enteignung, wenn man ein solches Fahrzeug plötzlich nicht mehr nutzen darf, oder wenn es quasi über Nacht wegen der aktuellen Diskussion gehörig an Wert verliert. Von Fahrverboten wären neuwertige Euro 5 Fahrzeuge von 2015 oder 2016 mit teils besseren Abgaswerten als aktuelle Euro 6 Fahrzeuge betroffen. Das kann uns keiner als Verbot von alten Dieselstinkern verkaufen! Wir werden hier weiter auf unser Recht des Vertrauens- und Eigentumsschutzes pochen.

Herr Wollseifer, seit 2014 sind Sie nun Präsident der größten Handwerksorganisation. Bei Ihrer Wahl bezeichneten Sie das Handwerk als Partner und Berater der Politik. Dabei sehen Sie bei der Politik aktuell „echten Beratungsbedarf“. Wo brennt es denn augenblicklich am meisten?

Bei der Zukunftsorientierung. Viele Vereinbarungen im Koalitionsvertrag gehen zu Lasten der jüngeren und mittleren Generation und haben zu wenig die langfristigen Wirkungen im Blick. Den Zukunftsstempel, den die künftige Regierung allen Themen hätte geben müssen, den findet man bislang vor allem beim Thema Bildung. Mit der längst überfälligen Stärkung der Beruflichen Bildung und dem geplanten Berufsbildungspakt geht man das entscheidende Thema an, Fachkräfte zu sichern – das ist für die Zukunft unserer Wirtschaft und damit unseres Landes sehr wichtig. Für einen Berufsbildungspakt haben wir uns lange stark gemacht. Es fehlt allerdings nach wie vor an einer erkennbaren politischen Gesamtstrategie. In den Bereichen Steuerpolitik, Digitalisierung, Rente und Arbeitsrecht fehlt Mut zur Gestaltung und Modernisierung.

Gibt es Dinge, wo sich die Politik im Moment „beratungsresistent“ zeigt?

Davon würde ich nicht sprechen wollen, aber in einigen Bereichen geht es einfach viel zu langsam. Es ist doch erschreckend, dass man in Deutschland, häufig als Wirtschaftslokomotive Europas bezeichnet - in den Zug steigt, und sobald dieser aus der Stadt heraus ist, verlässlich ins Funkloch fährt und digital von der Welt abgeschnitten ist. Vielen unserer Betriebe in ländlichen Regionen geht es mit der Internetanbindung nicht besser. Obwohl sie sich längst digital aufgestellt haben und mit neuesten Technologien arbeiten, können sie das noch längst nicht überall digital an Kunden und den Markt bringen. Nicht selten müssen Handwerksmeister mit ihrem USB-Stick in die nächste Stadt fahren, um von dort aus die Daten zu übermitteln. Das ist kein Zustand und schon gar keiner in einem wirtschaftsstarken Land, das sich als Technologieführer versteht. Auch was den ganzen Bereich des E-Government und der öffentlichen Verwaltung angeht, hinkt Deutschland hinterher. Das müssen wir ganz schnell aufholen, damit unsere Betriebe und Unternehmen auf dem Land digital und wettbewerbstechnisch nicht abgehängt werden.

Trauern Sie Jamaika noch hinterher oder freuen Sie sich auf die GroKo?

Jamaika hätte nach meiner Einschätzung in vielen Bereichen einen Modernisierungsschub bringen können. Hinterhertrauern ist jedoch nicht die Haltung eines Handwerkers: Der schaut nach vorn und arbeitet mit den Gegebenheiten. Die GroKo steht vor großen Herausforderungen, mit der Digitalisierung habe ich nur eine davon angesprochen. Nach einem halben Jahr politischem Stillstandes war es allerhöchste Zeit, dass eine neue Regierung das Heft des Handelns ergreift und sich entschlossen an ihre Aufgaben macht. Wir stehen dabei wie gewohnt mit Rat und Tat an der Seite der Politik.

Sie als ZDH-Präsident und gleichzeitig als Maler- und Lackierer wissen von den massiven Nachwuchssorgen gerade auch im Maler- und Lackiererhandwerk. Wie lässt sich dieser Tatsache entgegentreten?

Mit großen Engagement!. Das bringen wir nicht nur seitens der Handwerksorganisation auf, sondern das sehen wir vor allem auch bei den Betrieben. Der Wettbewerb um den Nachwuchs und die größten Talente hat sich in den vergangenen Jahren tatsächlich weiter verschärft. Wir stellen uns diesem Wettbewerb und werben im wahrsten Sinne des Wortes auf allen Kanälen um junge Menschen, indem wir etwa über Facebook und Instagram die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in einem der über 130 Ausbildungsberufe vorstellen. Die Betriebe gehen in die Schulen und auf Ausbildungsmessen und machen sich in ihrem Umfeld bekannt. Im Handwerk gibt es Arbeitsplatzsicherheit auf allen Zukunftsfeldern, etwa im Bereich der Energiewende, E-Mobility oder Smart-Homes. Tausende Betriebe suchen zudem in den nächsten Jahren eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Über diese guten Zukunfts- und Karriereaussichten müssen wir alle im Handwerk noch viel mehr sprechen und damit werben.

Auch eine Auswirkung der Deregulierung des Jahres 2004?

In einigen Gewerken ist die Ausbildungsleistung danach tatsächlich beträchtlich gesunken. Das hat vor allem damit zu tun, dass dort die Zahl der Meisterprüfungen zurückging und die Zahl der Ein-Mann-Betriebe ohne Ausbildungsabsicht gestiegen ist. Im Ergebnis gibt es dann weniger Fachkräftenachwuchs. Wenn wir von den Nachwuchssorgen sprechen, dann muss man aber vor allem zwei Entwicklungen im Blick haben: Zum einen hat die Zahl von Schulabgängern pro Jahrgang insgesamt abgenommen, zum anderen wollen aus dieser kleiner gewordenen Gruppe von Schulabgängern immer mehr an die Uni. Deswegen muss im Vordergrund stehen, die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung wieder stärker zum Thema zu machen. Wer einen Beruf erlernt und sich weiterqualifiziert, baut sich seine Zukunft. Ein Meister verdient in seinem Leben etwa gleich viel wie ein Bachelor-Absolvent – mit einer sogar höheren Arbeitsplatz-Sicherheit. Das muss wieder in die Köpfe.

Das Handwerk und seine Qualifikation soll immer mehr auf einer Ebene mit der akademischen Bildung gehalten werden. Eine überfällige und notwendige Entwicklung?

In der Vergangenheit hat die Politik viel zu sehr für Abitur und Studium geworben, das hat der einst positiven Sicht auf die duale Ausbildung geschadet. Über die Jahre ist so der Irrglaube entstanden, dass nur mit einem abgeschlossenen Studium ein sorgenfreies Leben mit angesehener gesellschaftlicher Stellung möglich ist. Inzwischen ist die Gleichwertigkeit der Ausbildungswege auch auf dem Papier verbrieft: Der Meister- und der Bachelor-Abschluss stehen im Deutschen Qualifikationsrahmen auf einer Ebene. Und die berufliche Bildung erfährt in der öffentlichen Wahrnehmung wieder mehr Wertschätzung. Angesichts der Fachkräfteproblematik wird das auch höchste Zeit. Denn nicht jeder junge Mensch ist in einem Studium gut aufgehoben. Zugleich brauchen wir Menschen, die Spaß an der praktischen Arbeit haben und diese gut und qualitativ hochwertig ausführen können. Das ist immer noch die Mehrheit der Mitarbeiter eines Betriebes, die wiederum unsere Wirtschaft tragen. Die berufliche Ausbildung heute zu stärken heißt, die Fachkräfte von morgen zu sichern.

Ein Satz aus Ihrem Mund „Wir brauchen die Häuptlinge, um die Indianer beschäftigen zu können“. Klingt nach Berufsorientierung und/oder Wildwest?

Wir freuen uns, dass sich der Anteil an Abiturienten, die sich fürs Handwerk entscheiden, in den vergangenen Jahren verdoppelt hat, auch dank unserer vielfältigen Bemühungen, allen Jugendlichen die Karrierewege im Handwerk aufzuzeigen. Derzeit liegen wir bei rund 13 Prozent junger Menschen mit Abitur bei den Neuabschlüssen, mit steigender Tendenz. Wir haben aber nicht nur ihnen als angehenden Führungskräften im Handwerk viel zu bieten. Die Durchlässigkeit ist für alle jungen Menschen der Fall, die sich für das Handwerk entscheiden. Wer zunächst eine Facharbeiterkarriere einschlägt, kann sich über die Meisterqualifikation bis hin zum Betriebsinhaber weiterqualifizieren und seine beruflichen Optionen damit beträchtlich ausweiten. Aber um es deutlich zu sagen: Wir brauchen alle, die mit Elan und Einsatz im Handwerk tätig werden wollen, und sprechen deshalb auch Jugendliche aller Schulabschlüsse an.

Apropos Western-Genre: Der neue TV-Spot, der seit Februar bundesweit zu sehen ist, erzählt die Geschichte eines erfüllten Arbeitstages und gibt die filmische Antwort auf die Kampagnen-Leitfrage „Und? Was hast Du heute gemacht?“ – Wie war denn die Reaktion auf diesen Spot?

Der Spot arbeitet mit einem Augenzwinkern und spielt auf die Erfüllung an, die man als Handwerker am Ende eines Tages nach getaner Arbeit erfahren kann. Denn als Handwerker weiß man, was man erledigt und wie man damit bestenfalls Menschen geholfen hat. Dieses Augenzwinkern ist verstanden worden, wir bekommen sehr viel gutes Feedback dazu. Auch die Anfragen auf unserer Infoseite www.handwerk.de sind im Zusammenhang mit dem Spot spürbar gestiegen. Das bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass viele Jugendliche genau auf der Suche nach einem solch erfüllenden Job sind, dass sie Lust darauf haben, ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend tätig zu werden und loszulegen.

Sie haben die Schirmherrschaft von „Rwanda 2020 – We share Handcraft“ übernommen. Was verbirgt sich hinter dieser Initiative?

Im Rahmen des Projekts ist geplant, dass 220 junge Handwerker am 20.2.2020 für 220 Stunden nach Ruanda fliegen, um dort 20 Projekte zu unterstützen und vor allem eine Berufsbildungsstätte für das Handwerk aufzubauen. Viele Handwerksbetriebe sind seit Jahren in der Entwicklungsarbeit in Afrika aktiv. Als Handwerk leisten wir damit unseren Beitrag vor Ort bei der Bekämpfung von Fluchtursachen. Wir wollen unsere handwerkliche Expertise weitergeben und Wirtschaftspartnerschaften aufbauen, damit sich die Menschen in Afrika eine berufliche Perspektive in ihrem Umfeld schaffen können. Das genannte Projekt ist da nur ein Beispiel. Die Aktivitäten gehen von der Kleingewerbeförderung über Kammer- und Verbandsentwicklung bis hin zum Aufbau von Strukturen für berufliche Bildung.

Aus den Diskussionen im Maler- und Lackiererhandwerk ist das Thema „Meisterbrief“ nicht wegzudenken. Ein Plädoyer für den Meisterbrief aus dem Mund des ZDH-Präsidenten könnte lauten?

Der Meisterbrief ist das Top-Qualitätssiegel und die Spitzenqualifikation im Handwerk. Er steht für höchste Ansprüche an Qualität und Ausführung, für Verbrauchersicherheit und für eine gute Ausbildungsqualität. Meisterinnen und Meister sind dafür ausgebildet, Betriebe zu gründen oder zu übernehmen, sie erfolgreich zu führen und mit der Ausbildung von Jugendlichen für Fachkräftenachwuchs zu sorgen. Ohne das Können der Meisterinnen und Meister ist eine erfolgreiche duale Ausbildung im Betrieb kaum möglich und würde das System der dualen Ausbildung insgesamt nicht funktionieren.

Lässt sich der Meisterbrief nicht endlich europäisch zementieren?

Dafür müssten andere Länder erst einmal ein Verständnis seines hohen Stellenwerts in unserem Ausbildungssystem entwickeln. Daran arbeiten wir fortwährend. Wir klären etwa darüber auf, dass unsere geringe Jugendarbeitslosigkeit nicht von ungefähr kommt, sondern ganz maßgeblich auf die höchstqualifizierte Ausbildung durch Meisterinnen und Meister zurückzuführen ist. Wenn deutsche Lehrlinge fertig ausgebildet sind, dann sind sie nicht nur in der Theorie fit, sondern sie haben bereits den betrieblichen Alltag und das Arbeitsleben kennengelernt und sind sofort einsetzbar. Andere europäische Länder haben nicht unsere gewachsenes System aus ausbildungsbereiten Betrieben, einer Selbstverwaltungsstruktur, die mit viel ehrenamtlichem Engagement ein aufwändiges und schlagkräftiges Prüfungswesen ermöglicht, und der bewährten Kombination aus Theorie und Praxis in der dualen Ausbildung.  Wichtig ist, dass wir auf europäischer Ebene haben verhindern können, dass der Meisterbrief als Berufszugangsvoraussetzung für bestimmte Handwerksberufe in Frage gestellt wird und haben erreicht, dass die diesbezügliche Regulierung in nationaler Hand bleibt. In diesem Punkt wissen wir die deutsche Politik hinter uns. Doch wir müssen wachsam bleiben. Wir können nicht zulassen, dass unsere hohen Qualifikationsstandards nach unten angepasst werden

Herr Wollseifer, Sie müssen zwar jetzt fürs Gesamthandwerk denken, aber wie würden Sie einem Schulabgänger heute das Maler- und Lackiererhandwerk schmackhaft machen?

Das fällt mir leicht. Ich habe mich in diesem Handwerk zum Meister qualifiziert, habe im Laufe meines Berufslebens verschiedene Unternehmen gegründet und habe heute als Maler- und Lackierermeister die Ehre, als Handwerkspräsident das gesamte Handwerk vertreten zu dürfen. Gerade dieses Gewerk bietet eine bunte Palette an Einsatzmöglichkeiten. Im Maler- und Lackiererhandwerk geht es ja längst nicht allein darum, eine Wand mit Farbe zu streichen oder mit einer Tapete zu versehen. Während meines Berufslebens habe ich selbst spannende und anspruchsvolle Projekte ganzer Fassadensanierungen durchgeführt wie etwa der des 140 Meter hohen UniCenters in Köln. Ich kann aus eigener Erfahrung nur jedem empfehlen, in diesem Gewerk eine berufliche Karriere zu starten, und allen, die das tun, kann ich versprechen: Das wird ein buntes und vielschichtiges Berufsleben.

Wo sehen Sie das Gewerk des Maler- und Lackiererhandwerks in zwanzig Jahren?

Wie in allen Gewerken wird auch in diesem noch mehr Innovation und Technik einziehen. Schon heute werden Aufmaße digital gemacht, um dann für den Kunden in wenigen Schritten beeindruckende Visualisierungen erstellen zu können, sodass sie sich ihre zukünftigen Räumlichkeiten besser vorstellen können. Auch andere Kommunikationsprozesse mit den Kunden oder innerhalb eines Betriebes werden stärker technisch ausgestaltet sein. Zudem wird die Vernetzung mit anderen Dienstleistern eine größere Rolle spielen, um einen umfassenderen Service bieten zu können. Da wird das Maler- und Lackiererhandwerk mit der Zeit gehen.

Herr Wollseifer, wenn Sie zum Abschluss des Gespräches diesmal dem Maler- und Lackiererhandwerk etwas wünschen dürften, was wäre dies?

Ich wünsche allen Malern und Lackierer eine auch in der Zukunft glückliche Hand bei der Auswahl ihrer Farben, Lacke, Formen und Dekore, sodass sie ihr Gewerk im echten Handwerkssinne ausüben und eine qualitativ hochwertige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wand- und Fassadengestaltung ausführen, die für den Auftraggeber mehr als nur einen farblich-kosmetischen Mehrwert hat.