27.03.2020

ZDH-Sonderumfrage zur Corona-Betroffenheit des Handwerks

Foto: ZDH/Boris Trenkel

Zu den Ergebnissen einer bundesweiten ZDH-Sonderumfrage unter Handwerksbetrieben zur Betroffenheit des Handwerks in der Corona-Krise hat ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer mit Frank Specht vom Handelsblatt gesprochen:

„Die Ergebnisse unserer Sonderumfrage unter Handwerksbetrieben zeigt eines ganz deutlich: Die Corona-Krise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen. Davon ist kein Gewerk ausgenommen, allerdings sind in einigen Gewerken die Auftragsstornierungen und Umsatzeinbrüche noch massiver als in anderen.

Die Umfrageergebnisse lassen keine Zweifel daran aufkommen, dass es ohne Unterstützungshilfen für das Handwerk nicht gehen wird. Ohne solche Überbrückungshilfen stehen zahlreiche Betriebe im Handwerk vor dem Aus mit der Folge, dass über Jahre gewachsene Marktstrukturen wegbrechen. Das wiederum würde die Grundversorgung mit handwerklichen Dienstleistungen und Produkten nach der Krise gefährden.

Angesichts der dramatischen Umsatzeinbrüche bei gleichzeitig weiter laufenden Kosten und einer im Handwerk ohnehin recht dünnen und nur wenige Wochen reichenden Liquiditätsdecke brauchen die Betriebe ganz rasch und unbürokratisch Liquiditätshilfen, Kostenentlastungen sowie beschäftigungssichernde Instrumente wie etwa das Kurzarbeitergeld: Nur dann besteht die Aussicht darauf, dass sie zahlungsfähig bleiben und ihre Mitarbeiter im Betrieb halten können. Wenn diese Hilfen jedoch ausbleiben oder nicht schnell genug bei den Betrieben ankommen, dann wird es für Viele zu spät sein.

Entscheidend ist, dass die von der Politik im Turbotempo beschlossenen Hilfsmaßnahmen jetzt auch in einer Turbogeschwindigkeit und etwa bei den Antragsverfahren so unkompliziert wie möglich von Verwaltung, Behörden und Banken umgesetzt werden. Denn nur dann haben die Betriebe eine Chance, die Krise zu überstehen und nach der Krisenzeit die Produktion rasch wieder aufzunehmen. Jeder Betrieb, der jetzt in der Krisenzeit verloren geht und vom Markt verschwindet, wird uns nach der Krise schmerzlich fehlen, wenn es darum geht, die Grundversorgung sicher zu stellen und die Produktion wieder hochzufahren.“

Coronavirus

Nahaufnahme von Viren grafisch dargestellt.
Foto: AdobeStock/Feydzhet Shabanov

Für Betriebe

Zwei Männer in roten Arbeitsanzügen schauen sich in einer Lagerhalle einen Bildschirm näher an.
Foto: AdobeStock/industrieblick

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