10.12.2019

ZDH-Präsident Wollseifer gegen neue Schulden zur Finanzierung von Investitionen

Foto: ZDH/Boris Trenkel

Das Handwerk lehnt eine Neuverschuldung des Bundes ab. So äußerte sich ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer gegenüber Jan Drebes von der Rheinischen Post:

„Wir brauchen ohne Frage dringend Investitionen in die analoge wie digitale Infrastruktur, in den Bereichen Bildung und Digitalisierung. Aber was wir dafür nicht brauchen, sind neue Schulden. Wenn wir es nicht einmal in Zeiten nie dagewesener Steuereinnahmen schaffen, mit dem Geld auszukommen, wann soll es denn dann gelingen. Es ist genug Geld für Investitionen da, aber zu viel fließt in Umverteilungs- und sozialpolitische Wohlgefallenprojekte. Außerdem kriegen wir schon jetzt nicht die Kabel unter die Erde und werden Brücken oder Schulen nicht repariert, weil Planungsverfahren zu lange dauern und Fachkräfte fehlen. Es ist der falsche Weg, für Investitionen neue Schulden zu machen und damit Verbindlichkeiten zu schaffen, von denen heute schon klar ist, dass wir sie nicht erfüllen können. Damit betreibt man sehenden Auges eine generationenungerechte und zukunftsblockierende Politik. Wer Zukunft will, darf nicht länger auf Umverteilung und sozialpolitische Gegenwartswohltaten setzen und dafür wirtschaftsstärkende und generationengerechte Investitionen links liegen lassen.“