05.02.2019

Geplante Grundrente schafft neue Ungerechtigkeiten

Portraitfoto von ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.
Foto: Boris Trenkel

Zur von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgestellten Grundrente erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer:

„Die von Bundesarbeitsminister Huberts Heil vorgestellte Grundrente geht weit über das bisherige Konzept im Koalitionsvertrag hinaus. Ein falscher Ansatz ist aus unserer Sicht vor allem, dass eine Bedürftigkeitsprüfung abgelehnt wird. Die Folge: Bei Rentnerinnen und Rentnern, die eine kleine Rente beziehen und bereits mit der Grundsicherung aufstocken, wird die höhere Rente zum großen Teil mit der Grundsicherung verrechnet. Sie haben dann ein paar Euro mehr in der Tasche, während etwa die gut versorgte Pensionärsgattin die Aufstockung komplett verbuchen kann. Das schafft neue Ungerechtigkeiten. Wenn bedürftige Rentner, die ein Leben lang gearbeitet haben, besser gestellt werden sollen - dann bitte vernünftig und nicht mit der milliardenschwere Gießkanne.“

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