04.01.2021

Eine grobe Geschäftsidee allein reicht zum Erfolg nicht aus

Portraitfoto von Holger Schwannecke im Haus des Deutschen Handwerks vor grauem Hintergrund
Foto: ZDH/Boris Trenkel

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke sprach mit Frank Specht vom Handelsblatt über den Schritt in die Selbstständigkeit im Handwerk und darüber, warum man sich trotz Corona-Pandemie nicht entmutigen lassen sollte:

Alle, die den Traum von der Selbstständigkeit haben, sollten sich durch Corona nicht entmutigen lassen und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Denn ohne Zweifel wird qualifizierten Handwerkerinnen und Handwerkern und damit Handwerksbetrieben in Nach-Pandemiezeiten die Arbeit nicht ausgehen, sondern sie werden zwingend gebraucht, um in wichtigen Bereichen wie dem Klimaschutz, der Energie- und Mobilitätswende u.a. die Zukunft unseres Landes zu gestalten. Was jedoch schon vor Corona für Gründungswillige galt, gilt nach Corona umso mehr: Eine grobe Geschäftsidee allein reicht zum Erfolg nicht aus. Und schon gar nicht darf die Unternehmensführung dem Prinzip Zufall überlassen werden. Wer sich auf wandelnden Märkten durchsetzen will, braucht ein schlüssigen Unternehmenskonzept, das langfristige gesellschaftliche Trends genauso berücksichtigt wie rechtliche Rahmenbedingungen und betriebswirtschaftliche Kennziffern definiert.

900 technische und betriebswirtschaftliche Berater von Handwerkskammern und Verbänden

Handwerkskammern und Fachverbände helfen, die geeignete Unterstützung zu finden. Sie bieten Existenzgründern und jungen Unternehmern auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen und Beratung. Damit Handwerksbetriebe in diesen unübersichtlichen Zeiten den Durchblick behalten, Ansprechpartner finden und Förderanträge stellen können. Unternehmensführung ist ein komplexer Prozess. Gute Beratung überlebenswichtig. Nicht nur in Zeiten von Corona. Im besonderen Maße sind mehr als 900 technische und betriebswirtschaftliche Berater der Handwerkkammern und Fachverbände für Gründerinnen und Gründer da. Sie helfen, den Businessplan zu erstellen und ihn gegebenenfalls anzupassen, sie unterstützen bei der Markterkundung, bewerten den Einsatz innovativer Technologien und sind in der Lage, optimal auf den Einzelfall zugeschnittene Finanzierungs- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchzuführen. Sie sorgen für die notwendige Transparenz und schaffen zudem Verbindungen zu den diversen Fördereinrichtungen, unterstützen die Beantragung von Finanzierungsförderung oder freiberuflicher Beratungsförderung und initiieren über ihre regionalen Netzwerke wichtige Kontakte und Partnerschaften z.B. zu Forschungseinrichtungen.

Unternehmensnachfolge

Ein älterer Handwerker restauriert zusammen mit einem jüngeren Handwerker ein Autoteil.
Foto: AdobeStock/jackfrog

Mindestens 100.000 Handwerksbetriebe werden in den nächsten Jahren einen Unternehmensnachfolger suchen. Nicht nur aufgrund des demografischen Wandels steht das Handwerk dabei vor Herausforderungen.

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