15.06.2020

Digitalisierungsschub birgt großes Potential für Handwerksbetriebe

Foto: ZDH/Boris Trenkel

Viele Betriebe haben in den vergangenen Jahren zunehmend digitale Technologien oder Anwendungen in den Geschäftsbetrieb integriert, um den Arbeitsalltag zu erleichtern, Zeit zu sparen und Abläufe in den Betrieben zu vereinfachen. Den zunehmenden Digitalisierungsgrad im Handwerk beschreibt ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte gegenüber der "Berliner Morgenpost":

„Es gibt inzwischen viele positive Beispiele dafür, wie die Digitalisierung erfolgreich im Handwerk umgesetzt wird. Hinzu kommt, dass die Corona-Pandemie auch in vielen unserer Gewerke wie ein Katalysator der digitalen Transformation wirkt. Wichtig ist, dass sich alle Betriebe mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, um auch künftig am Markt bestehen zu können. Wir müssen und werden unsere Handwerksbetriebe noch stärker bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen. Handwerkliche Betriebe behalten zwar auch im digitalen Zeitalter ihre ganz spezifischen Stärken, auf die sie weiter setzen können und müssen: umfassend, kundenindividuell und qualitativ hochwertig Probleme zu lösen und Leistungen zu erbringen und dabei im direkten, persönlichen Kontakt mit den Kunden vor Ort zu stehen.

Klassische Handwerksbetriebe tun allerdings gut daran, ihre Stärken bestmöglich mit digitaler Modernität zu verbinden, etwa indem Angebots-, Verwaltungs- und Produktionsabläufe digitalisiert werden. Wird neueste digitale Technologie in die betrieblichen Abläufe integriert oder aktualisiert, bieten sich erhebliche Potenziale, um die betriebliche Effizienz zu steigern und kundenbezogen flexibel reagieren zu können. Die neuen Kommunikationsformen des Internets ermöglichen klassischen Handwerksbetrieben vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Leistungsstärken den Kunden vorzustellen. Hier liegt noch großes Potential. Büro-, Verwaltungs- und Planungsarbeiten können enorm vereinfacht werden, so dass die Betriebe wieder Zeit für ihre eigentliche Arbeit und damit ihr Handwerk an sich gewinnen. Die Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen durch die Digitalisierung zudem auf ganz neue Weise anbieten. Dadurch werden sie nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig. Darüber muss sich jeder Handwerksbetrieb heute im Klaren sein.“

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