26.01.2018

Handwerk auf der Internationalen Grünen Woche 2018

Im Rahmen der internationalen Grünen Woche Berlin 2018 konnte das Handwerk mit verschiedenen Veranstaltungen erneut seine große Bedeutung sowohl im Bereich der Lebensmittelverarbeitung als auch als wichtiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteur in den ländlichen Räumen unterstreichen.

Auf dem „Zukunftsforum Ländliche Entwicklung“ wurden auf der Veranstaltung "Herausforderungen ländlicher Unternehmensstandorte" am 24. Januar die Standortvoraussetzungen für Betriebe des Handwerks, der Landwirtschaft und anderer Branchen in den ländlichen Räumen diskutiert. Durchgängig wurden die Dringlichkeit von guten Breitbandanschlüssen und die großen aktuellen Probleme durch den Fachkräftemangel hervorgehoben. Klaus Hofmann, Schreinermeister und Geschäftsführer der Schreinerei Faustmann in Mosbach-Diedesheim sowie Vizepräsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, konnte deutlich machen, wie wichtig es ist, dass sich die Betriebe auch selbst aktiv in die Fachkräftesicherung einbringen und die eigenen Beschäftigten auf dem Weg in die Digitalisierung intensiv begleiten. Sein Schreinerbetrieb ist seit Jahren in Schulprojekten engagiert, um Schüler früh mit handwerklichen Tätigkeiten bekannt zu machen und so für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.

Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes und Beauftragter des Präsidiums des ZDH für ländliche Räume, unterstrich, wie wichtig es für die Zukunftsaussichten der Unternehmen sei, dass die Lebensqualität in den ländlichen Räumen insgesamt auf hohem Niveau gesichert wird, auch über die Betriebsstandorte hinaus. Sobald der Kultur- und Freizeitwert für die Jugendlichen und Familien nicht mehr stimmt, sei keine langfristige Fachkräftesicherung mehr möglich.