08.09.2016

Sprachkenntnisse essentiell

Sprachkenntnisse und eine intensive Begleitung sind wichtige Voraussetzungen für die Integration junger Flüchtlinge in Handwerk und Gesellschaft, betont ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke in einem Gastbeitrag für die RZ Fachzeitschrift für Raumausstattung und Inneneinrichtung.

Integration ist im Handwerk selbstverständlich. In diesen Tagen helfen wir über 1.000 jungen Flüchtlingen mit Bleibeperspektive dabei, später mit einem Beruf ins Arbeitsleben einsteigen zu können. Bis zu 10.000 sollen es bis 2018 im Rahmen der gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Bildungsministerium im Frühjahr gestarteten Initiative "PerjuF – Perspektiven für junge Flüchtlinge" werden. Damit übernimmt das Handwerk gesellschaftliche Verantwortung.

Ziel muss es sein, diese jungen Menschen mit ihrem Mut und ihrem Leistungswillen zu integrieren. Dafür müssen sie als Fachkräfte qualifiziert werden. Die Erfahrung zeigt: Sprachkenntnisse sind dafür essentiell. Wer sie erworben hat, kann die Berufsorientierung in unseren Berufsbildungszentren starten. Dort lernen die jungen Leute die berufliche Vielfalt im Handwerk kennen. Nach der intensiven Vorbereitung sollten sie in eine Ausbildung vermittelt werden. Im Sinne der Fachkräftegewinnung ist dieses Engagement der Handwerksorganisationen einer der vielen Wege, junge Flüchtlinge für das Handwerk zu gewinnen.

Eines muss der Politik jedoch klar sein: Integration ist eine langfristige Aufgabe, an der sich alle beteiligen müssen. Sie benötigt eine intensive Begleitung. Gelingt es, die jungen Menschen in einer gemeinsamen Anstrengung zu qualifizieren, gehen wir davon aus, dass sie etwa in fünf Jahren dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können. Wir sind zuversichtlich, dass sie mit der beruflichen Perspektive dann auch gesellschaftliche Integration finden werden.