17.03.2017

Schlussbericht der Internationalen Handwerksmesse 2017

Die Internationale Handwerksmesse stand in diesem Jahr unter dem Motto „Made in Germany. Das Original. Echt bei uns im Handwerk“. Rund 126.000 Besucher konnten sich überzeugen, dass das Handwerk dieses Qualitätsversprechen einlöst. Mehr als die Hälfte der Besucher (53,5 Prozent) investierte vornehmlich in qualitativ hochwertige Produkte und gab im Schnitt 675 Euro aus. So verzeichneten die 1.036 Aussteller Einnahmen in einer Gesamthöhe von rund 45 Millionen Euro. Einer der Höhepunkte war der Messebesuch von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der ebenfalls unter dem Leitspruch „Made in Germany“ stand.

In diesem Jahr konnte sich das Messepublikum über auffallend viele Produkteinführungen von Handwerkern aus dem ganzen Bundesgebiet freuen. Das Spektrum reichte von einer weichen Badewanne (Raumausstatter; Betrieb: BlaaLonid) über stylische Fahrradtaschen (Täschner; Betrieb: Red Rebane) und schallabsorbierende Raumakustikelemente (Schreiner; Betrieb: Climapaneel) bis hin zu einem dreirädrigen Lasten-Transportrad, mit dem bis zu 250 Kilogramm bewegt werden können (Werkzeugmacher; Betrieb: Weber Technik). „Gerade für Betriebe mit neuen Produkten bietet die Messe eine hervorragende Plattform, vom Anwender ein direktes Feedback zu erhalten. Sie alle eint Innovationsgeist, Präzision, Leidenschaft für ihren Beruf und Qualitätsfertigung. Damit stehen sie stellvertretend für unser diesjähriges Messemotto ‚Made in Germany‘“, sagt Dieter Dohr, Geschäftsführungsvorsitzender der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. Für ihren Ideenreichtum wurden einige Betriebe mit den renommierten Bundes- und Bayerischen Staatspreisen  am vergangenen Sonntag ausgezeichnet.

Die dominierenden Themen in den Hallen waren neben den Neuheiten und der Nachwuchswerbung für das Handwerk vor allem die Präsentation des umfänglichen Leistungsspektrums der unterschiedlichen Gewerke. 89 Prozent der Besucher waren von der Vielfalt des Messeangebots sehr angetan.

Auch Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, war mit dem Messeverlauf sehr zufrieden: „Das Handwerk hat die Internationale Handwerksmesse 2017 erfolgreich als Plattform für seine Botschaften genutzt. Die Politik nimmt mit, dass das Handwerk ein authentischer Botschafter für ‚Made in Germany‘ in der Welt ist. Qualitativ exzellente Produkte und Dienstleistungen der Betriebe, ein höchst erfolgreiches Aus- und Weiterbildungssystem sowie starke Handwerksorganisationen garantieren die Ausnahmestellung des deutschen Handwerks. Die Besucher erlebten an den Ständen der Aussteller die Innovationsfreude und Kundenorientierung der Betriebe."

Punkten konnte die Internationale Handwerksmesse in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, die sich vornehmlich an das Fachpublikum richtete. Die Zuhörer konnten sich über Expertenvorträge, Praxisbeispiele aus dem Handwerk und interaktive Workshops freuen. So fand erstmalig die Fachtagung des Bundesverbands der Unternehmerfrauen im Handwerk zum Thema „Frauen im Handwerk: Zukunft gestalten“ statt. Großes Thema war die Digitalisierung im Handwerk, dem sich gleich zwei Veranstaltungen widmeten: die Regionalkonferenz der Förderinitiative Mittelstand 4.0 („Digitale Geschäftsmodelle – Made in Germany“) und die Fachtagung des Bayerischen Handwerkstages („Baustelle 4.0 – Der Digitale Wandel im Bau- und Ausbauhandwerk“). Insgesamt lag laut Befragung der Fachbesucheranteil bei 31 Prozent.

Die kommende Internationale Handwerksmesse findet vom 7. bis 13. März 2018 auf dem Messegelände München statt.

Schlussbericht IHM 2017