25.11.2016

Rente: Beitragszahler nicht weiter belasten!

Zur Einigung der Großen Koalition auf rentenpolitische Weichenstellungen erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die Koalition hat der Versuchung widerstanden, die Rentenversicherung mit weiteren teuren populistischen Forderungen zu überfrachten und zum zentralen Wahlkampfthema zu machen. Das ist der richtige Weg.

Die Pläne zur Reform der betrieblichen Altersvorsorge gehen in die richtige Richtung. Es ist wichtig, die kapitalgedeckte betriebliche Altersvorsorge weiter zu stärken und auszubauen.

Die Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten und die geplanten Ost-West-Anpassungen im Rentenrecht sind nachvollziehbar.

Damit dürfen aber keinesfalls zusätzliche Belastungen der Beitragszahler verbunden sein. Vor allem die Kosten für die stufenweise Angleichung der Renten in Ost und West müssen aus Steuermitteln finanziert werden. Schon in dieser Legislaturperiode hat die Koalition Kosten für die abschlagfreie Rente mit 63 und die Mütterrente in Höhe von rund 10 Milliarden Euro jährlich den Beitragszahlern aufgebürdet."